Text-Bild-Ansicht Band 120

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oberen Seite mit einer kleinen Oeffnung versehen ist. Diese Röhre wird wie der gewöhnliche Barometer sorgfältig mit Quecksilber gefüllt und dann an eine in ein gläsernes Gehäuse eingeschlossene Scale befestigt. Dieses Gehäuse ist an eine messingene Schale gekittet, welche durch eine mit einem Hahn versehene Röhre mit dem Condensator in Verbindung steht, so daß die in dem Gehäuse enthaltene Luft stets die nämliche Dichtigkeit wie die in dem Condensator befindliche hat. Da die Quecksilberröhre nur 8–10 Zoll lang ist, so ist klar daß das Quecksilber in ihr so lange durch den Druck der Luft in dem Glasgehäuse in der Höhe gehalten wird, bis die Dichtigkeit der Luft geringer wird, als diejenige welche im Stande ist eine der Höhe der Röhre entsprechende Quecksilbersäule im Gleichgewicht zu halten. Auf diese Weise lassen sich die Manometer, wenn es sich darum handelt, nur die höheren Grade der Luftverdünnung zu zeigen, wie bei Dampfmaschinen, äußerst kurz herstellen; und es ist einleuchtend, daß sie, ohne Rücksicht auf den Zustand der Atmosphäre, stets den Totaldruck des unverdichteten Dampfes anzeigen. Deßhalb hat dieser Manometer eine sehr ausgedehnte Anwendung gefunden, und seine Benutzung würde ohne Zweifel ganz allgemein seyn, wenn er nicht zwei Einwürfe zuließe.

Der erste und gewichtigste besteht darin, daß sich der Dampf des Condensators häufig an der inneren Seite des Glasgehäuses ansetzt, und einen so dichten Nebel bildet, daß es unmöglich ist, die Höhe des Quecksilberstandes zu beobachten und sogar die Scale selbst zu sehen.

Der zweite Einwurf besteht darin, daß, wenn der Hahn vor dem Durchblasen nicht abgesperrt wird, das Glas sich mit Dampf oder heißem Wasser füllt, und dadurch leicht bersten kann. Die Verbindungsstelle zwischen dem Glasgehäuse und dem messingenen Sitz ist meistens leck, und zwar in einem solchen Grade, daß der Manometer beinahe beständig abgesperrt gehalten wird, um das Vacuum durch das Eindringen von Luft in den Condensator nicht zu beeinträchtigen.

Fig. 29 stellt den verbesserten kurzen Vacuum-Manometer dar. Das Princip ist genau dasselbe wie bei dem in Fig. 28; der Unterschied liegt nur in der Anordnung. Anstatt die ganze Röhre nebst Scale in einer mit dem Condensator in Verbindung stehenden Glaskammer einzuschließen, ist nur die Glaskugel in einer Messingschale eingeschlossen; letztere ist mit einem Schraubendeckel versehen, an welchen die Scale gegossen ist. Der übrige Theil der Quecksilberröhre geht durch eine in der Mitte dieses Deckels angebrachte Stopfbüchse und kommt wie