Text-Bild-Ansicht Band 117

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und nahm an, daß wenn eine Vergrößerung oder Verstärkung der Auflösungsfähigkeit des zuerst gelösten Salzes auf Zusatz eines andern Salzes wirklich hervorgebracht wird, dieß darin seinen Grund hat, daß die beiden Salze zersetzend auf einander einwirken. Diese Annahme wurde durch das Experiment bestätigt, wie wir später anführen werden; zunächst müssen wir aber angeben, wieviel Salpeter die ursprüngliche Salpeterlösung noch aufzulösen vermag. Mittelst der im Folgenden angegebenen Zahlen können wir ohne Analyse bloß durch die Bestimmung des specifischen Gewichtes der Lösungen, die Menge von salpetersaurem Kali und Chlornatrium, welche in einer Lösung dieser beiden Salze, wenn dieselbe mit Salpeter gesättigt, enthalten ist, ziemlich genau schätzen.

Die Temperatur, bei welcher Longchamp seine Untersuchungen anstellte, war + 18° C., und diese Temperatur hatten auch alle Lösungen. Das specifische Gewicht einer gesättigten Salpeterlösung ist bei derselben = 1,151, und sie enthält

Wasser 78,37
Salpeter 21,63.

Die erste Columne der nachstehenden Tabelle gibt die Menge der angewendeten Salpeterlösung an; die zweite die Quantität des der Salpeterlösung zugesetzten Chlornatriums (Kochsalzes); die dritte die Menge des auf diesen Zusatz gelösten Salpeters; die vierte die Menge des zuerst vor jenem Zusätze aufgelösten Salpeters; die fünfte Spalte gibt die Gesammtmenge des in der Lösung enthaltenen Salpeters und die sechste gibt das specifische Gewicht der Salpeter- und Chlornatriumlösungen an.

Textabbildung Bd. 117, S. 452