Text-Bild-Ansicht Band 117

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Centner 139 Fr., für die 42 Millionen Kilogr. = 420000 metrischen Centnern, also die Summe von 58,380,000 Fr.

Die Salpeterprobe.

Die noch jetzt übliche Methode den Salpeter zu probiren, welche von Riffault angegeben wurde, besteht im Wesentlichen darin, daß man etwa 400 Gram. Rohsalpeter mit 500 Kubikcentim. (= ½ Liter) einer gesättigten Auflösung von reinem Salpeter unter Umrühren wäscht. Nachdem man das Waschwasser decantirt und durch 250 Kubikcentimet. (= ¼ Liter) derselben Auflösung von reinem Salpeter ersetzt hat, wäscht man von Neuem, gießt das Ganze auf ein Filter, und legt dieses, sobald die Flüssigkeit durch den Trichter abgelaufen ist, über Fließpapier auf eine poröse Unterlage, am besten auf Holzasche, welche die vom Salpeter noch zurückgehaltene Flüssigkeit einsaugt. Der auf diese Weise getrocknete Salpeter wird in eine kupferne Schale und diese in ein Sandbad gebracht, dessen Temperatur man auf 120 bis 130° C. steigert. Auf diese Weise kann man fünfzehn bis zwanzig Proben auf einmal vornehmen.

Dieses Verfahren ist zwar einfach, aber auch sehr ungenau. Enthält der zu probirende Salpeter Chlornatrium, so begünstigt dasselbe die Auflösung eines Theiles des Salpeters, wie wir dieß oben hinreichend auseinandergesetzt haben. Enthält der Salpeter Chlorkalium, so erzeugt dieses Salz bei seiner Auflösung eine nicht unbedeutende Temperatur-Erniedrigung, in Folge deren ein Theil des Salpeters aus der angewendeten Lösung niedergeschlagen wird. Im erstern Falle gibt also die Probirmethode weniger Salpeter an, als der Rohsalpeter wirklich enthält; im zweiten Falle dagegen gibt sie den Salpetergehalt viel zu hoch an. Correctionen sind hier nicht möglich, da man nie weiß, in welchen Mengenverhältnissen die Chlorüre im Rohsalpeter vorhanden sind. Wenn nun früher die Salpetersieder an die Raffinerien einen Salpeter ablieferten, dessen von der in ihm enthaltenen Mutterlauge, von salpetersaurer Kalkerde, von Chlorcalcium, Chlorkalium und Chlornatrium herrührender Abgang 20 bis 30 Proc. betrug, so gab das Probiren eines solchen Salpeters den wirklichen Gehalt des Rohsalpeters an reinem Salpeter durchaus nicht an; und wenn dabei die Raffinerien der Regierung nicht wesentlich im Vortheile oder im Nachtheile standen, so rührte dieß davon her, daß im Laufe eines Jahres drei- bis vierhundert verschiedene Lieferungen eingingen, daß folglich die damit angestellten drei-bis vierhundert Proben einen mittleren Werth