Text-Bild-Ansicht Band 157

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Beschreibung der Abbildungen.

Fig. 6 ist der Längendurchschnitt des gußeisernen Tisches, auf welchen man die zu versilbernden Glastafeln legt; Fig. 7 ist der Querschnitt dieses Tisches.

Fig. 8 ist der Grundriß der zum Waschen der Spiegel dienenden Kautschukwalze, und des mit destillirtem Wasser gefüllten Troges, in welchen man sie taucht; Fig. 9 ist ein senkrechter Durchschnitt durch die kleine Achse der Walze und des Troges.

A hohler gußeiserner Belegtisch, welcher auf einem Gestell angebracht und mit Wasser gefüllt ist.

B Schraube, womit man das Niveau des Belegtisches regulirt.

C Rinnen, welche den Belegtisch umgeben und die silberhaltige Flüssigkeit aufnehmen, nachdem dieselbe ihre Wirkung auf das Glas hervorgebracht hat.

D schlangenförmige Röhren, worin ein Dampfstrom circulirt, um das im hohlen Tische A enthaltene Wasser zu erwärmen. Der Dampf tritt durch die Röhren E ein, und das destillirte Wasser tritt durch die Röhre F aus.

G ist ein Rohr zum Entleeren des im Tische A enthaltenen Wassers.

H Walze, welche zum Waschen der Spiegel dient. Sie besteht aus einem Dorn von Holz, umgeben von Kautschukröhren, welche in ihrer Längenrichtung neben einander gelegt sind; um diese Kautschukröhren zusammenzuhalten, überzieht man sie mit einem dicken Kautschukblatt, welches an jedem Ende festgebunden wird.

L. Ueber die Silberspiegelfabrication.

Wenn man die bejammernswürdigen Gestalten der zahlreichen Arbeiter und ihrer Familien in Fürth und der Umgegend von Nürnberg gesehen hat, die ihre Gesundheit durch das gewöhnliche Belegverfahren der Spiegelgläser mit Quecksilber eingebüßt haben und die einem frühen Tode oder hülflosen Alter entgegensiechen, so wird man von Mitleiden ergriffen; einsichtsvolle Aerzte dieser Gegend haben seit vielen Jahren sich bemüht, den schädlichen Folgen der Quecksilberbelegung auf die Arbeiter-Bevölkerung zu begegnen, aber die Schwierigkeit der nachhaltigen Durchführung sanitätspolizeilicher