Text-Bild-Ansicht Band 134

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Polytechnisches Journal.

Fünfunddreißigster Jahrgang.

Einundzwanzigstes Heft.

XLVIII. Ueber das Dampfboot „Du Trembley“; Bericht an den Präfecten des Departements der Rhone-Mündungen, erstattet von den Bergingenieuren Ville und Meissonnier und dem Ober-Ingenieur des Brücken- und Chausseebaues Montet.

Aus den Annales des mines, fünfte Reihe, Bd. IV S. 195.

Die Kommission zur Beaufsichtigung der Dampfschiffe der Rhone-Mündungen untersuchte im Mai 1853 das Dampfschiff „Du Trembley“, dessen Rheder (zu Marseille) um die Erlaubniß nachgesucht hatten, das Schiff in Fahrt setzen zu dürfen.

Der „Du Trembley“ ist aus Eisen construirt, zum Transport von Personen und Gütern eingerichtet, und kann sowohl mit Dampf, als auch mit Segeln gehen. Er kann 100 Reisende und 250 Tonnen Güter aufnehmen. Die Takelage ist die einer Goelotte, und die mechanische Bewegung bewirkt eine Schraube mit einer Maschine von 70 Pferdekräften. Segel und Maschine können zusammen oder jedes für sich wirken.

Was aber das vorliegende Schiff charakterisirt, ist, daß seine Maschine durch die vereinigte Wirkung von Wasserdampf und Aetherdampf betrieben wird. Das von der Commission untersuchte Dampfschiff ist das erste, welches eine solche Einrichtung hat; der Erfinder dieses Betriebssystems ist Hr. Du Trembley, nach welchem das Schiff benannt wurde.24)

24)

Wir haben bereits im polytechn. Journal Bd. CXXXI S. 407 eine Notiz über Du Trembley's Maschine mit combinirten Dämpfen mitgetheilt. A. d. Red.