Text-Bild-Ansicht Band 134

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1,11 Kilogr. (die Kraft der Maschine zu 70 Pferden angenommen), während dieser Verbrauch bei der alleinigen Benutzung von Wasserdämpfen mit demselben Druck sich durchschnittlich per Stunde auf 302 Kilogr., und per Pferdekraft auf 4,4 Kilogr. belief. Man hat daher durch Einführung des Aetherdampfs eine Steinkohlenersparung von 3,3 Kilogr. per Stunde und per Pferdekraft, oder von 74,26 Proc. erlangt. Man nimmt bekanntlich unter den günstigsten Umständen und bei den besten Dampfmaschinen den Steinkohlenverbrauch per Stunde und Pferdekraft zu wenigstens 4 Kil. an, wobei die obige Ersparung noch 70 bis 72 Proc. beträgt. Die Kosten für den Aetherverbrauch vermindern aber den Gewinn nicht bedeutend.

Was nun die mit der Anwendung des Aethers verbundenen Gefahren betrifft, so sind sie nicht größer, als z.B. diejenigen der Gasbeleuchtung; zu den bereits von Hrn. Du Trembley getroffenen Vorsichtsmaßregeln noch andere zu fügen, erscheint nach den bisherigen Erfahrungen nicht nothwendig; wir wollen seine Vorschriften in dieser Hinsicht zusammenstellen:

1) Auf dem Verdampfungsapparat müssen zwei besondere Sicherheitsventile angebracht seyn, eines für den Wasserdampf, welches sich beim Druck von 1 1/10 Atmosphäre öffnet, das andere für den Aetherdampf, welches denselben mittelst einer besonderen Röhre in den Condensator ausströmen läßt und sich bei dem höchsten (für die Kraft der Maschine bestimmten) Druck öffnet.

2) Auf dem Condensator muß ein Sicherheitsventil angebracht seyn, welches sich bei dem Druck von 1 1/10 Atmosphäre öffnet und den Dampf in eine Röhre ausströmen läßt, die sich wenigstens 2 Meter über dem Verdeck des Schiffes erhebt.

3) Zwei Auslaßröhren (mit Hähnen welche auf dem Deck geöffnet und geschlossen werden können) müssen an den Behältern des Condensators und des Verdampfers angebracht seyn, um auf dem Meere den in denselben enthaltenen Aether sogleich und direct ausströmen lassen zu können.

4) Unter den Maschinen, im Schiffskiel, muß ein Ventilator angebracht seyn, um die Luft zu erneuern und die Dämpfe, welche sich daselbst ansammeln könnten, nach außen abzuführen.

5) Zwischen der Kessel- und der Maschinenkammer muß jede Verbindung durch eine luftdicht schließende blecherne Scheidewand abgesperrt werden, und die Kessel müssen eine solche Stellung erhalten, daß sie der Scheidewand so wenig Wärme als möglich mittheilen.