Text-Bild-Ansicht Band 134

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Die Redaction der Annales des Mines erhielt von Hrn. Du Trembley ein Schreiben d. d. Lyon, den 29. Dec. 1853, folgenden wesentlichen Inhalts:

Das Schiff „Du Trembley“ hat seit den Fahrten, wobei sich die Commission am Bord befand, verschiedene andere gemacht; es fuhr seit dem Juni 1853 zwischen Marseille und Philippeville und machte bis Ende Decembers, also während sieben Monaten, 25 Fahrten, wobei die Stunden der Abfahrt stets richtig eingehalten wurden – ein Beweis, daß keine Reparaturen erforderlich waren. Dennoch muß ich zugeben, daß die Maschine des combinirten Systems noch manches zu wünschen übrig läßt.

Drei Monate nach der Redaction obigen Commissionsberichtes kam ein englischer Ingenieur, Hr. Georg Rennie, von London nach Marseille, um im Auftrage einer Gesellschaft, welche sich in Paris für transatlantische Schifffahrt bildete, eine Fahrt auf dem „Du Trembley“ mitzumachen. Bei seiner Rückkehr und nach einer sehr genauen Untersuchung des Kohlenverbrauchs und des Verlustes an Aether, dessen Vorrath er unter Verschluß hielt, erstattete dieser Ingenieur den Directoren Bericht und veranlaßte in Folge seiner Beobachtungen die Pariser Gesellschaft, das Patent anzukaufen. Während die Kommission einen stündlichen Kohlenverbrauch von 78 Kilogr. gefunden hatte, gab Hr. Rennie 86 Kilogr. an, wornach die Ersparung nur 73,7 Proc. betrüge. Diese Differenz erklärt sich aus dem Umstand, daß ich mich bei der Probefahrt nach Algier selbst am Bord befand und die Bedienung des Feuers mit der größten Sorgfalt überwachte.

Später wurden auf Kosten der Regierung zu Lorient Versuche angestellt, um das combinirte System auf dem „Galiläi“ mit dem gewöhnlichen Dampfmaschinen-System auf dem „Bison“ zu vergleichen. Diese Versuche leitete der Marine-Lieutenant Lafont, und obgleich sie keinen vollständigen Erfolg hatten, so weist der genannte Officier dennoch eine Brennmaterial-Ersparung von mehr als 50 Procent und eine größere Geschwindigkeit bei dem Aether-Dampfschiffe nach.

Die wiederholten Fahrten des „Du Trembley“ haben über folgende Punkte entschieden: 1) Die Anwendung des Aethers gab durchaus keine Veranlassung zu Unfällen oder Unbequemlichkeiten; die getroffenen Vorsichtsmaßregeln sind daher hinreichend, weil bei den stärksten Stürmen weder der Aether- noch der Wasserdampf in einem stärkeren Verhältniß entwichen. 2) Der Verlust der Flüssigkeit durch die Fugen war nach siebenmonatlichen Fahrten nicht größer, als bei den ersten Reisen; wenn