Text-Bild-Ansicht Band 134

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ursprüngliche Größe unverändert beibehält, variirt der andere innerhalb der Gränzen von nahebei Null bis zu seinem Maximo. Hierin beruht die Eigenthümlichkeit der Waage, und ihre Eigenschaft, ohne Veränderung oder Verschiebung der Waaggewichte, das richtige Gewicht der abzuwägenden Last selbstwirkend anzuzeigen. Durch eine Kette und vermittelst einer Winde hebt man den Waagebalken c auf seine Maximalhöhe, und läßt ihn in derselben Lage für gewöhnlich. – Sobald ein abzuwägendes Fuhrwerk unter die Waage gefahren und an den vier Rädern mit den Waagketten d an die Waage gehängt ist, läßt man den Waagebalken durch die Aufzugwinde f so lange herabsinken, bis er an dem entsprechenden Punkte mit der Last ins Gleichgewicht kommt, und erkennt dann an der durch vorherige Gewichtsauflagen tarnten Scala das Gewicht. Alsogleich hebt man den Waagebalken in die Höhe, und entkuppelt das Fuhrwerk.

Was die Empfindlichkeit dieser Waage betrifft, so zeigt sie bei Lasten von 30 Cntr. auf circa 10 Pfunde genau, was in der Praxis bei solchen Materialien vollkommen genügt. Dadurch, daß man den Waagebalken e ohne Gewicht gebraucht, dann mit einem gewissen Gewichte, und endlich mit einem schweren Gewichte belastet, drei Scalen bildet, kann man mit dieser Waage Lasten

von 50 Pfd. bis 500 Pfd.
500 2500
2500 5000

in gleichem Grade der Schärfe und Genauigkeit abwiegen.

Daß die ganze Waage außerordentlich einfach und deßhalb dauerhaft ist, daß sie Wind und Wetter ausgesetzt und selbst ziemlich gewaltthätig behandelt werden kann, ohne darunter zu leiden, daß sie so wohlfeil ist, um für 30 fl. C. M. hergestellt werden zu können, und daß sie endlich sehr schnelle Abwägungen erlaubt und von jedem Arbeiter behandelt und verstanden werden kann – alles das sind gewiß empfehlenswerthe Vorzüge.