Text-Bild-Ansicht Band 133

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Kali 2,779
Kalk 33,290
Magnesia 4,590
Eisenoxyd 4,133
Phosphorsäure 3,882
Schwefelsäure 1,352
Kieselerde 4,570
Chlor 0,062
Kohle und Sand 25,042
Kohlensäure 20,300
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Summa 100,00.

Jene 73,5 Proc., welche verbrennen, sind eine sehr stickstoffreiche Faser, und es wurden mit dem ganz trockenen Pulver zwei Verbrennungen mit Natronkalk vorgenommen:

1) 0,361 Gramme lieferten Platinsalmiak 0,051.

2) 0,543 Gramme gaben Platinsalmiak 0,062. – Sonach berechnet sich der Stickstoffgehalt auf 3 Procent.

(Neues Jahrbuch für Pharmacie, herausgegeben von G. J. Walz und J. L. Winckler. Speyer, 1854.)

Ueber die Aufbewahrung der medicinischen Blutegel; von Hrn. Ch. Fermond.

Vergleichende Versuche über die Conservirung der Blutegel lieferten dem Verfasser folgende Resultate:

1) daß das Seine- und Regenwasser den Blutegeln besser zusagen, als das Wasser aus dem Ourcq-Canal und namentlich als das gypshaltige Wasser der Pariser Brunnen;

2) daß Fayence – Gefäße zu ihrer Aufbewahrung den gläsernen oder glasirten thönernen bei weitem vorzuziehen sind; letztere hingegen, den meistens gebräuchlichen Steinzeug-Gefäßen;

3) daß die Dunkelheit für die Conservirung der Blutegel nachtheilig und es zweckmäßiger ist, sie an das gewöhnliche Tageslicht zu setzen;

4) daß selbst unter den günstigsten Umständen die Aufbewahrung der Blutegel in Wasser bei weitem nicht so vortheilhaft ist, wie ihre Aufbewahrung in der Erde; während im erstern Fall die Sterblichkeit nahezu drei Viertheile betrug, belief sie sich im letztern Fall in derselben Zeit auf höchstens ein Fünftheil;

5) daß dennoch bei ihrer Aufbewahrung in Erde mehrere Uebelstände stattfinden, welche der Verfasser durch eine Vorrichtung, die er tragbaren Sumpf nennt, zu beseitigen suchte;

6) daß die Hauptvorzüge dieser „tragbaren Sümpfe“ folgende sind: a) leichte Erneuerung der Luft in ihrem Innern. indem die Blutegel durch einen besondern Kunstgriff zu entschlüpfen verhindert werden, ohne daß man sie mit Linnen- oder sonst einem Zeuge zu bedecken braucht; b) leichte Ersetzung des verdorbenen Wassers durch frisches, reines Wasser, mittelst Verdrängung von unten nach oben, wobei die Erde selbst ausgewaschen und von den sie etwa verunreinigenden übelriechenden Stoffen befreit wird;

7) daß diese tragbaren Sümpfe mittelst einer unbedeutenden Abänderung zur Aufbewahrung auswärtiger Blutegel, welche eine lange Seereise zu bestehen haben, sehr geeignet werden. (Comptes rendus, April 1854, Nr. 14.)

Verhinderung des Absterbens der Goldfische.

Nach einer Mittheilung in der Versammlung naturforschender Freunde in Berlin wird das Absterben der Goldfische, die man in Gläsern zu halten pflegt, leicht