Text-Bild-Ansicht Band 131

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Bewegung der senkrechten Welle theilnehmen, als Ventilator wirken und den Staub von dem Getreide fortschaffen. Unter dem Ventilator ist die Welle mit einem Winkelrade E versehen, in welches das Winkelrad F greift, welches letztere an der liegenden Welle G befestigt ist, die ihrerseits die Bewegung, welche sie mittelst der gußeisernen Triebrolle H erhält, der Mühle mittheilt.

Die beiden Mühlsteine sind in ihrer ganzen Höhe von einem cylindrischen hölzernen Mantel umgeben, und inwendig ist derselbe mit einer blechernen Reibe t versehen. Der Mantel besteht aus zwei Theilen, einem oberen von derselben Höhe wie die Mühlsteine, welcher aus zwei Kränzen M und sechs Dauben N gebildet ist; der andere, untere, besteht aus drei Kränzen O und aus sechs Dauben P.

Das Getreide wird auf gewöhnliche Weise mittelst des Rumpfes C aufgeschüttet, welcher unten mit einem Vertheiler Q versehen ist. Aus letzterm fallen die Körner in die trichterförmige Höhlung des oberen oder festliegenden Mühlsteins und aus diesem auf den concaven Theil des Läufers, welcher im Mittel 200 Umgänge in der Minute macht. Nachdem die Getreidekörner in Folge der rotirenden Bewegung zwischen den beiden concentrischen Oberflächen gehörig bearbeitet sind, gehen sie längs der Concavität des Läufers aufwärts und treten an seiner Peripherie aus, um abermals in dem leeren Raume zwischen der äußeren Oberfläche des Läufers und der blechernen Reibe bearbeitet zu werden. Dieser Raum, der eine Höhe von 2 Fuß hat, kann mittelst zwölf horizontalen Schrauben z enger oder weiter gemacht werden. Diese Schrauben gehen durch die hölzernen Dauben und treten gegen eiserne Bänder, welche die Reibe auf ihrer ganzen Peripherie umgeben. Die Bänder sind an ihren Enden mit Schrauben versehen, um ihren Durchmesser und denjenigen der Reibe nach Belieben vermindern zu können.

Am untern Theil der Mühle angelangt, entweichen die Körner durch eine Oeffnung, welche in dem Mantel angebracht ist, und indem sie vor den Flügeln des Ventilators vorbei gehen, werden sie von dem Staube befreit.