Text-Bild-Ansicht Band 131

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Seite und eine Kante gehörig bearbeitet sind, wird die Daube umgekehrt, um auch die andere Seite und die andere Kante ebenso zu bearbeiten. Die so vorbereiteten oder selbst die noch rohen Dauben können dadurch eben gehobelt werden, daß man sie auf oder über einer Tafel unter einer Walze durchgehen läßt, welche auf die Dauben so einwirkt, daß alle Unregelmäßigkeiten niedergedrückt werden, während rotirende Schneiden die Oberfläche bearbeiten, sobald die Daube aus der Druckwalze hervortritt und während sie noch von derselben niedergehalten wird. Nachdem dann die Dauben zusammengestellt wurden, wie um ein Faß daraus zu bilden, umgibt man die oberen Enden derselben mit einem Reif und bringt das Ganze in eine Presse, um den Bauch des Fasses zu bilden und die entgegengesetzten losen Enden der Dauben mit einander zu vereinigen.

Die Abbildungen stellen die zweite der Robertson'schen Maschinen dar. Fig. 11 ist ein Längenaufriß und Fig. 12 ein Grundriß derselben, wobei das Gerüst weggebrochen ist. Letzteres besteht aus einer einzigen langen gekrümmten Platte A, die an mehreren Punkten unterstützt ist. Auf dieser Platte bewegt sich der Wagen B, welcher vier Laufrollen D hat, die sich um hervorstehende Achsen drehen und auf hervortretenden Schienen an der Oberfläche der Platte laufen. Diese Rollen sind von den vier, an die Platte geschraubten Seitenstücken E umgeben, welche zugleich die vier unteren Rollen F führen, indem diese gegen Schienen an der unteren Seite der Plattenkanten treten, ebenso wie vier andere horizontale Rollen G, welche gegen die äußeren parallelen Kanten der Plattenränder treten. Auf diese Weise wird der Wagen B auf der Platte sowohl vertical als horizontal, sehr genau geführt. Die theilweise vorbereiteten Dauben C werden nun mehrere zusammen auf die Oberfläche der Platte B gelegt und mittelst der Druckschrauben H vollkommen fest darauf gehalten. Die Kreissäge I, welche durch die Rollen J getrieben wird, dient dazu, das erste Holz von den Kanten des Daubens zu nehmen; jedoch wird der Anfang des Schnittes mittelst des Handrades K bewirkt. Während sich also die Säge mit der erforderlichen Geschwindigkeit umdreht, wird der Wagen mit den Dauben derselben mittelst der Hand entgegengeführt, und der Schnitt erfolgt nach der Curve der Platte A, welche derjenigen die man den Dauben geben will, entspricht. Die mit der Säge abgeschnittenen Kanten werden nun unmittelbar der Einwirkung der an einer Scheibe angebrachten Schneiden L unterworfen, welche Scheibe durch Riemenrollen M, die an dem Gerüst N angebracht sind, in eine sehr schnelle Bewegung versetzt wird. Dadurch wird die Form der bauchförmigen Dauben an einer Kante vollendet; während dieser Arbeit kann eine zweite, in der Figur nicht dargestellte Scheibe mit Schneiden, die