Text-Bild-Ansicht Band 168

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Bewegung machen. An den Enden beider Arme befinden sich Schrauben, deren Spitzen in den Rahmen k, welcher in Fig. 29 besonders abgebildet ist, eingreifen. Der Rahmen k wird also der auf- und abgehenden Bewegung der Arme folgen.

Der vordere Arm h hat noch eine andere Function: der Winkelhebel l, m theilt ebenfalls dessen Bewegung, wie aus der Darstellung zu ersehen ist. Der Arm m dieses Winkels trägt den Sperrhaken n (der leicht zu errathende Zusammenhang dieser beiden Stücke ist von der Zeichnung weggelassen, weil er die Stellung des Zeigers verdeckt hätte), welcher bei jedem Hin- und Hergang einen Zahn des Sperrrades fortschiebt.

Der vorhin erwähnte Auf- und Abgang des Rahmens würde also dem Vorwärtsgehen des Sperrrades um einen Zahn entsprechen und somit dem Vorwärtsgehen des Papieres in der Weise, daß die Bewegung des letzteren beim Rückwärts- oder Aufwärtsgehen des Rahmens stattfände.

Die conische und scharfe Spitze o, welche am unteren Theile des Rahmens sitzt, wird bei jeder Bewegung einen Punkt in den Papierstreifen machen. Diese auf einander folgenden Punkte bilden die normale Linie.

Der Zeiger p endet in eine stählerne Schraube mit scharfer Spitze und kann sich, wie aus der Zeichnung zu ersehen, in dem Einschnitte des Rahmens k frei bewegen; so oft nun der Anker des Elektromagnets angezogen wird und der Rahmen eine abwärtsgehende Bewegung macht, wird die stählerne Schraube mit ihrer Spitze ebenfalls einen Punkt ins Papier machen, dessen Abstand von der Normalen den relativen Standpunkt des Thermometers oder Barometers andeutet.

Zur genauen und bequemen Ablesung dieses Abstandes kann statt des gewöhnlichen Zirkels ein Mikrometer dienen.

Es bleibt nun noch übrig mitzutheilen, auf welche Weise die Wirkung der Wärme und des Luftdruckes auf den Zeiger übergetragen wird.

Bei dem Thermometer geschieht es am bequemsten durch die thermometrische Lamelle, eine wie bekannt aus Stahl und Messing zusammengesetzte, spiralförmig gebogene Lamelle, durch deren Bewegung der Zeiger des Registrir-Apparates gestellt wird; die Ablenkung des Zeigers beträgt ungefähr 2 Millimeter für 1° Cels., so daß der zehnte Theil eines Grades noch mit Leichtigkeit abgenommen werden kann; die Unsicherheit kann auf den geringen Betrag von etwa 1/20 Grad reducirt werden, soll jedoch demnächst durch genaue Messungen von mir bestimmt werden.

Das allgemein bekannte Aneroidbarometer eignet sich wegen seiner bequemen Form ganz besonders für den Registrir-Apparat; der Zeiger desselben braucht nur mit einer stählernen Spitze versehen zu werden.