Text-Bild-Ansicht Band 185

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daß die Forschung über die Beschaffenheit der sogen. Cementkohle wichtige Ausschlüsse für die Praxis geben wird.

Die Graphitbestimmungen im Roheisen dagegen führen ohne Zweifel nicht selten zu bemerkenswerthen Fehlern, wie sich aus folgender Betrachtung ergibt. Wenn das weiße und graue Roheisen von Langbanshytta nach Eggertz's Methode untersucht wurden, so ergab sich im ersteren der gebundene Kohlenstoff zu 4,24 (statt 4,43), der Graphit zu 0,42 (statt 0,11), im zweiten der gebundene Kohlenstoff zu 1,36 (statt 2,05), der Graphit zu 3,42 (statt 2,05). Der Verf. zeigt, daß hier folgende Correction zu richtigen Zahlen führe: man muß im ersten den Graphitgehalt um 0,11, im zweiten denselben um 2,50 vermindern, und von diesem Rest 60 Proc. zu dem gebundenen Kohlenstoff addiren; dann ergibt sich:

gebundene Kohle Graphit
im weißen Roheisen (0,42 0,11) . 0,6 + 4,24 = 4,426 0,11
im grauen „ (3,42 – 2,50) . 0,6 + 1,36 = 1,912 2,50

Diese Zahlen stimmen nahezu überein mit den nach des Verfassers Methode durch schnelle Lösung in Salzsäure gefundenen. (Durch das Journal für praktische Chemie, 1867, Bd. C S. 33.)

XL. Chemisch-technische Notizen; von Dr. Georg Lunge.

(Fortsetzung von Bd. CLXXXIV S. 515.)

VI. Ueber Carr's Desintegrator.

Mit Abbildungen auf Tab. II.

Der in der Ueberschrift genannte Apparat (dem Erfinder Thomas Carr zu Montpelier bei Bristol für England patentirt) scheint in Deutschland noch nicht so bekannt zu seyn, als er es bei seiner weiten Verbreitung in England und seiner anerkannt vorzüglichen Wirksamkeit verdient. Sein Zweck ist der: nichtfaserige Materialien aller Art bis zu einem gewissen Grade zu zerkleinern; man kann dieselben in ihm jedoch nur in ein grobes Pulver, aber nicht in feines Mehl verwandeln. Er findet also geeignete Anwendung zum Zerkleinern, Mischen und Granuliren von zähen Massen, wie zusammengebackenem Superphosphat, Guano, nassem und halbtrockenem Thon, und zum Pulverisiren von Knochenasche,