Text-Bild-Ansicht Band 185

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keine weiteren Versuche damit angestellt werden konnten. (Musterzeitung für Färberei etc., 1867, Nr. 13.)

Ueber die Entfernung von Fettflecken auf Tuch und Zeugstoffen.

Fettflecken auf Tuch und Zeugstoffen werden bekanntlich meist mit flüchtigen Kohlenwasserstoffen (Benzol, Petroleumäther u. dergl.) entfernt. Dieselben haben sämmtlich die unangenehme Eigenschaft, daß sie trotz der mit der Bezeichnung „geruchlos“ versehenen Ankündigungen einen mehr oder minder intensiven Geruch zurücklassen, der erst nach längerem Aushängen an die Luft vollständig verschwindet. In den meisten Fällen lassen sich Fett- und Schweißflecken, nach J. Fuchs, durch Behandeln derselben mit einer Mischung aus 1 Theil Salmiakgeist mit 3 Theilen absolutem Alkohol und 3 Theilen Schwefeläther leicht und wirklich geruchlos entfernen. (Breslauer Gewerbeblatt, 1867 S. 16.)

Anwendung der leichten Petroleumöle zum Reinigen des Letternsatzes und der Holzschnitte von der Druckschwärze.

In einer großen Druckerei zu Caen hat man die Beobachtung gemacht, daß die leichteren Oele, welche man bei der Rectification des amerikanischen Petroleums erhält, sich zu dem erwähnten Zwecke am besten eignen. Gewöhnlich benutzt man dazu Terpenthinöl, wovon sich aber ein Theil verharzt und daher die feineren Linien der Holzschnitte sowie kleine Lettern verstopft. Das Petroleumöl ist hingegen der Oxydation nicht unterworfen und verharzt sich nicht, während es das Fett der Schwärze augenblicklich wegnimmt, und vollständig verdunstet, wobei es nur einen Staub von Ruß hinterläßt, welcher mit einer trockenen Bürste leicht weggebürstet werden kann. – Die caustischen Laugen, welche häufig zum Reinigen des Letternsatzes und der Holzschnitte angewendet werden, machen die Arbeit bei den Stereotypplatten langwierig, und wirken zerstörend auf die Holzschnitte. (Mechanics' Magazine, Juli 1867, S. 34.)

Verfahren, Gegenstände aus Zucker mittelst Hohlguß darzustellen; von V. A. Duda.

Der zur Verarbeitung bestimmte Zucker wird zu der unter dem Namen „Caramel und Conserve“ bekannten Consistenz verkocht und in Formen von Zinn oder einem anderen ähnlichen Material eingegossen. Die gefüllten Formen werden hierauf mit der Eingußöffnung nach unten aufgestellt, wodurch der gegen die Mitte der Form zu befindliche noch heiße und flüssige Zucker zum Ausfluß gebracht wird, während der unmittelbar an der Form anhängende, schon einigermaßen kühler und starr gewordene Theil des Zuckers die Gestalt der Form bereits angenommen hat und selbe auch beibehält. Der in dieser Weise dargestellte, sodann aus der Form genommene Gegenstand erscheint nun hohl gegossen.

Die von Jordan und Timäus gefertigten Kapseln für die Eisensacharatlösung mögen in ähnlicher Weise bereitet seyn; diese sind aber noch mit einer Lage kleiner, klarer Zuckerkrystalle bedeckt. (Hager's pharmaceutische Centralhalle, 1867 S. 89.)

Schwarzfärben des Leders für Handschuhmacher; von C. Denninger.

Im Allgemeinen ist zu beachten, daß das Schwarzfärben des Leders sich je nach den Mitteln richten muß, mit welchen das zu färbende Leder gegerbt worden ist; die