Text-Bild-Ansicht Band 183

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herzustellen. In ihrer einfachsten Gestalt und bei flüchtiger Betrachtung besteht die Maschine aus einem feststehenden verticalen hohlen Cylinder, in welchem sich, demselben concentrisch, eine mit Messern versehene Welle bewegt, und dessen Mantel unten mit einer Oeffnung versehen ist, aus welcher der Thonstrang gepreßt wird.

Die Maschine hat nun im Laufe der Zeit eine sehr ausgedehnte Anwendung nicht bloß in der Ziegelfabrication erhalten, sondern auch auf anderen Gebieten der Technik, wo es sich um Mischung und Knetung plastischer Massen handelt, und wird jetzt von der genannten Fabrik in Rücksicht auf Zweck und mögliches Anlagecapital in einer Ausdehnung und Mannichfaltigkeit hergestellt, die mit Sicherheit auf ihre Vollkommenheit schließen lassen, und uns zur Abfassung dieses Artikels bewogen.

Wie immer auch diese Maschine gestaltet und den einzelnen Zwecken gemäß modificirt seyn mag, in der Hauptsache beruht ihre Wirkung: einerseits auf den eingenthümlich construirten, an der drehbaren Welle befindlichen Messern, andererseits, da wo es sich um die Herstellung eines glatten Stranges handelt, auf der Construction des Mundstückes. Ueber Versuche, welche in Bezug auf das letztere von dem Erfinder gemacht worden, ist schon früher in diesem Journal (Bd. CLIX S. 335 u. 468) berichtet worden, und werden wir hier nur die neuesten Formen dieses Mundstückes bei den einzelnen Maschinen besprechen; wogegen wir aber eine genauere Betrachtung über die Wirkung der Messerwelle dieser Abhandlung vorausschicken wollen.

In Fig. 1 stellt A den verticalen Durchschnitt des Cylinders, und Fig. 2 dessen horizontalen Durchschnitt nach der Linie xy dar. Der Cylinder ist unten auf einem Fußstück U befestigt, oben zunächst trichterförmig erweitert, und geht endlich in einen weiteren Cylinder B aus. Die Messerwelle C, welche sich beim Betrieb der Maschine in der Richtung des Pfeiles, Fig. 2, dreht, ist in zwei Punkten D und E gelagert. Die einzelnen, an der Welle befestigten Messer a, b, c, d, e, f sind annähernd Ausschnitte einer Schnecke, die, je circa 1/3 Kreisfläche bedeckend, so unter einander gestellt sind, daß der untere Theil eines jeden den oberen Theil des zunächst darunter folgenden in der ganzen Länge von Welle bis Cylindermantel um etwa 1/4 seiner Breite überdeckt, und an dieser Stelle eben so viel Zwischenraum zwischen beiden Messern bleibt. Die speciellere Darstellung der Messer c und d, welche auch im Grundriß gezeichnet sind, wird dieß deutlicher machen, zugleich aber auch erkennen lassen: daß die obere Grenze eines jeden Messers eine Ebene v bildet, wodurch der Raum zwischen diesem und dem nächst darüber stehenden Messer eine Keilform erhält. Das hier erwähnte Uebereinandergreifen