Text-Bild-Ansicht Band 183

Bild:
<< vorherige Seite

der Messer bewirkt nun, daß der unter dem Drucke eines Messers befindliche plastische Körper, bevor er diesem entgeht, durch die scharfe Kante des nächst folgenden Messers in zwei Theile getheilt wird, wovon der obere über letzteres gepreßt und dadurch verhindert wird, daß der schon darüber stehende Thon sich durch Reibung mit demselben herumdreht, was die Wirkung der Schnecke aufheben würde; der untere Theil gelangt schon, bevor er dem oberen Messer zu entweichen beginnt, unter den Druck des nächst darunter folgenden Messers. Dieß die pressende und knetende Wirkung dieser Schnecke auf die ihr einmal übergebene Masse, deren Stärke übrigens theils durch Veränderung der Geschwindigkeit der Messerwelle, theils durch die Lage der Spiralflächen modificirt werden kann.

Die zu verarbeitende Masse wird in allen Fällen zunächst dem Cylinder B übergeben; die Erfahrung hat nun gezeigt, daß dieselbe, besonders im sehr steifen Zustande, sich gern an der inneren Wand dieses Cylinders anlegt. Damit dieselbe mit Sicherheit in den Bereich der Messer gezogen werde, dient der mit dem ersten Messer a verbundene Schaber g.

Um außer dem Pressen und Kneten der Masse auch noch ein kräftiges Mischen derselben hervorzubringen, sind an jedem der drei Messer c, d, e noch ein oder zwei Arme angegossen, welche in der Figur mit c', d', e' bezeichnet sind. Im Querschnitt sind dieselben, wie in Fig. 2 bei c' gezeigt, so geformt, daß sie die Bewegung der Welle möglichst wenig hindern und außerdem noch einen senkrechten Druck auf die Masse ausüben. Uebrigens sind sowohl diese Arme als auch die Schneckentheile in ihren tiefsten Punkten auch noch mit scharfen Zähnen versehen (deutlich sichtbar bei dem Messer c), welche zum Zerreißen des Materials dienen.

Für den von uns dargestellten Cylinder sind zwei Ausflußöffnungen k angenommen, welche jedoch, für geringere Betriebskraft und kleinere Cylinderdimensionen, auf eine solche Oeffnung reducirt werden. Das letzte unterste Messer f enthält immer zwei spiralförmige Segmente, damit dasselbe auf jeden Punkt des unteren Cylinderabschlusses einen möglichst gleichen Druck hervorbringe. Dieser untere Cylinderabschluß h (dessen weitere Form, die wegen Reinhaltung des Wellenlagers E angeordnet ist, man aus der Figur ersieht), ist aber nicht durch den Untersatz U, sondern durch einen auf der Welle festsitzenden Theil gebildet, welcher sich also mit der Welle umdrehen muß. Diese Einrichtung bewirkt, daß der Boden h sämmtliche, an den geschlossenen Theilen des