Text-Bild-Ansicht Band 183

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Zeichnung näher zu erkennen ist), durch deren Fugen es zum Torfstrange gelangt.

Für den kleineren Betrieb der Preßtorf Fabrication empfehlen sich die Maschinen, welche mit einem oder zwei Pferden betrieben werden können, und bereits für Ziegeleien eine ausgedehnte Anwendung gefunden haben. Der verticale gußeiserne Cylinder (Fig. 1) wird bei diesen Maschinen durch einen starken Holzbottich von etwas conischer Form vertreten, während die übrigen Theile von Guß- und Schmiedeeisen sind. Bei den verschiedenen Nummern dieser Maschinenart variirt die Bottichhöhe von 5 1/2 bis 6 1/2 Fuß bei 22 bis 36 Zoll oberem Durchmesser, während die tägliche Production auf 3000 bis 15000 Stück Torfziegel sich stellt. Ueberall wo Dampf- oder sonstige Elementarkraft vorhanden ist, können diese Maschinen natürlich auch mit solcher betrieben werden, und steigt die Production dann bis auf das Doppelte.

Für den größeren Betrieb empfiehlt sich besonders die ganz aus Eisen construirte Maschine, welche wir in den Figuren 6 und 7 in zwei Ansichten dargestellt haben, und womit man bei Anwendung einer 6 bis 8pferdigen Locomobile eine Production von 20–50000 Stück Torfziegel erzielen kann. – Der mit zwei Ausflußöffnungen k versehene Cylinder A hat im Inneren genau dieselbe Einrichtung wie der in Fig. 1 dargestellte; die Maschine unterscheidet sich aber von den bisher erwähnten einfachen Maschinen wesentlich dadurch, daß sie, nebst dazu gehörender Locomobile, auf dem Torfstich transportabel gemacht ist, und außerdem derselben die Torfmasse mittelst eines Elevators zugeführt wird.

Auf dem Untergrund werden mittelst Schwellen B zwei Eisenbahnschienenstränge b, b gelagert, die selbstverständlich länger als der Wagen für Maschine und Locomobile seyn müssen. Der Wagen, auf welchem Maschine und Locomobile ruhen, und von dem in der Zeichnung Fig. 6 der Theil für die Locomobile abgebrochen wurde (es kann auch für jede dieser Maschinen ein besonderer Wagen construirt werden), ist aus doppelt T förmigen Schienen a, welche durch gußeiserne Querstücke C verbunden sind, construirt. Die Stücke C sind durch andere Gußstücke verbunden, welche einerseits die Torfpreßmaschine und andererseits die Locomobile tragen. Selbstverständlich ist diese Anordnung nur statthaft, wenn der Untergrund entwässert und fest genug ist um den Wagen tragen zu können.

Der Betrieb der Arbeitswelle D der Torfpreßmaschine geschieht mittelst des conischen Räderpaares E von der Vorgelegewelle c aus, welche mittelst Stirnräderverbindung d von der Welle f (Fig. 6) getrieben wird. Letztere Welle wird mittelst Riemen g von der Locomobile getrieben.