Text-Bild-Ansicht Band 183

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geschmiert wird. – Für sehr scharfen Thon, welcher die bisher erwähnten Fütterungen zu schnell zerstören würde, wird die in Fig. 11 angegebene Anordnung angewandt. Nach dieser wird die bereits erwähnte Holzform mit Streifen von Metall (Messing) überzogen, welche, wie die Zeichnung erkennen läßt, schuppenförmig übereinander gelegt sind, so daß auch hier das Wasser ungehindert durchsintern kann. Hr. Schlickeysen versichert, daß in der hier besprochenen Ziegelform diejenige gefunden ist, welche für jede Thonsorte in vollkommener Weise ihren Zweck erfüllt, ein Umstand, welcher bekanntlich für continuirlich arbeitende Ziegelmaschinen von großer Wichtigkeit ist.

Die Mundstücke für andere Ziegelwaare, als Hohlziegel, Dachziegel, Façonsteine u.s.w. sind in ähnlicher Weise construirt.

Was nun die allgemeine Anordnung der Maschinen betrifft, die sich besonders zur Ziegelfabrication empfehlen, so zeigen dieselben noch mehr Mannichfaltigkeit als die bereits erwähnten Maschinen zur Preßtorf-Fabrication, insofern der zuweilen dargebotene Thon, wenn er Kieselsteine enthält, auch noch ein Walzwerk erfordert. Für gewöhnliche Zwecke und namentlich für den Betrieb mit einem oder zwei Pferden, empfehlen sich wiederum die bereits für Torfpressen angegebenen einfachen Maschinen, bei welchen der Hauptcylinder durch einen starken Holzbottich vertreten ist.

Für Massenproduction und Dampfbetrieb werden von der Fabrik Maschinen ganz aus Eisen, mit vertical stehendem Cylinder, der zwei bis vier Ausflußöffnungen enthält, hergestellt, und damit im letzteren Falle bei einem Kraftaufwand von 10–15 Pferdestärken eine tägliche Production von 25–40000 Steinen erzielt. Die Uebertragung der Kraft an die Messerwelle geschieht bei diesen Maschinen in allen Fällen, ähnlich wie bei der beschriebenen Torfpreßmaschine, von unten durch geeignete Vorgelege. Ueber der Maschine ist meist ein Gerüst aufgestellt, nach welchem einerseits der rohe Thon zugekarrt, andererseits, wenn nöthig, das Walzwerk angeordnet wird.

In neuerer Zeit werden von der Schlickeysen'schen Fabrik auch Maschinen mit horizontalliegendem Cylinder hergestellt, nicht aber weil bei dieser Cylinderlage die Arbeit vollkommener oder mit weniger Kraftaufwand geschieht, sondern weil solche Maschinen, als compendiöser, sich zur Versendung besser eignen. Eine derartige Maschine mittlerer Größe haben wir in den Figuren 12 und 13 dargestellt, wovon Fig. 12 eine Vorderansicht, Fig. 13 einen Querdurchschnitt derselben nach der Linie vw mit Ansicht nach rechts darstellt.

Die ganze Maschine steht hier auf einer Fundamentplatte A. Die