Text-Bild-Ansicht Band 183

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Schließlich bemerken wir noch, daß neuerlich Hr. Schlickeysen sich auch mit Versuchen über das Pressen von Braunkohlen beschäftigt, und dazu die liegenden Maschinen vortheilhafte Verwendung finden.

III. Maschinen zum Mischen verschiedener Körper.

Bei dem Umstande, daß es in den verschiedenen Gewerben sehr viele Operationen gibt, bei welchen ein inniges Mischen verschiedener Materialien erfordert wird, konnte es nicht fehlen, daß bei dem bisherigen Mangel einer allgemeinen Mischmaschine, von intelligenten Gewerbetreibenden die Schlickeysen'sche Maschine dazu versucht wurde. Diese Versuche sind meist von günstigen Erfolgen gekrönt worden. Wir können uns hier nicht auf die quantitativen und qualitativen Leistungen der Maschine für die einzelnen Fälle dieser Anwendung einlassen und beschränken uns auf die Angabe der Zwecke, für welche sie sich bis jetzt bewährt hat. Die Maschine wurde verwandt:

a) als einfacher Thonschneider in Handziegeleien und in Töpfereien zum Mischen und Kneten verschiedener Thonmassen;

b) zur Schamott- und Cementfabrication;

c) zum Formen von Stichkalk vor dem Brennen desselben;

d) zur Zubereitung der Lehmformmasse in Eisengießereien;

e) zur Zubereitung des Mauermörtels bei größeren Bauten;

f) zur Farben- und Kittfabrication;

g) in Cichorien-Fabriken zum Mischen und Formen der Masse;

h) bei der Zuckerfabrication zum Ausmaischen der Rübenpreßlinge.40)

Was die Form der zu diesen Operationen gebrauchten Maschinen betrifft, so haben wir in unseren Darstellungen bereits die zwei Typen der Schlickeysen'schen Maschinen gegeben, so daß Neues darüber nicht zu sagen ist; daß aber in Bezug auf Maaßstab auch hier große Mannichfaltigkeit derselben besteht, folgt daraus, daß der Cylinder der kleinsten Maschine (sogenannter „Modellthonschneider“) einen lichten Durchmesser von 2 Zoll und eine Höhe von 3 Zoll hat.

In geschäftlicher Beziehung machen wir schließlich auf das von Hrn. Schlickeysen veröffentlichte Werkchen „die Maschinen zum Pressen von Ziegeln, Röhren, Torf und Kohle,“ Berlin 1866, aufmerksam.

40)

Ein ausführlicher Artikel hierüber von Dr. Stammer ist im polytechn. Journal Bd. CLXIII S. 142 mitgetheilt.