Text-Bild-Ansicht Band 182

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in einem von wasserdichtem Mauerwerke A aufgeführten Bassin steht und auf dem Boden dieses Bassins mit eisernen Verankerungen a befestigt ist; letztere sind selbst an Armaturen angebracht, welche die Glocke verhindern, sich zu heben. C ist eine Abflußröhre des Bassins, welche man mittelst des Hahnes D verschließen kann.

In der Mitte des Bassins ist ein Canal P angebracht, der zur Aufnahme der Absätze und gleichzeitig dazu bestimmt ist, den Arbeitern den Zutritt unter die Glocke zu ermöglichen, wenn das Bassin ganz leer ist, um es zu reinigen. Der zwischen dem unteren Ende der blechernen Seitenwandungen und dem Boden des Bassins freibleibende Raum soll nicht über 10 Centimeter betragen, um an Mauerwerk zu sparen. Der Raum zwischen den verticalen Seiten der Glocke und den gemauerten Wänden des Bassins muß so groß seyn, daß ein Mensch hindurchkommen kann.

Oben hat das Mauerwerk eine solche Höhe, daß das blecherne Reservoir vollständig eingesenkt werden kann; der Vortheil dieser Einrichtung wird sich ergeben, wenn wir das Füllen und Leeren der Glocke beschreiben.

Das Rohr Q dient, um den Zeitpunkt zu erkennen, wo die Glocke ihre stärkste Füllung mit Oel erhalten hat.

Eine mit Blei gefütterte Leitung X geht über das Bassin in seiner ganzen Länge hinweg; sie dient zum Entleeren der Oelfässer L, deren Inhalt durch das mit einem Absperrhahn h versehene Rohr M in das Reservoir läuft; ein zweiter Hahn I ist zum Füllen der Fässer bestimmt.

Verfahren beim Füllen der Reservoirs.

Nachdem das Bassin sowohl innerhalb wie außerhalb der Glocke mit Wasser gefüllt worden ist, schließt man den Hahn I und das Mannloch k, öffnet dann den auf einem Bolzen mit Scharnier angebrachten Deckel q des Rohres Q, und dreht den Hahn des Wasserabflußrohrs D auf.

Nachdem das Wasser außerhalb der Glocke das Niveau n erreicht hat, öffnet man den Hahn h und läßt den Inhalt der Oelfässer in die Leitung X laufen, aus welcher er durch M in das Reservoir B und in demselben an die Oberfläche des in der Glocke enthaltenen Wassers tritt; das Oel verdrängt nämlich in dem Maaße als es zufließt eine seinem specifischen Gewichte entsprechende Wassermenge, welche in den zwischen dem gemauerten Boden des Bassins und dem unteren Ende der Seitenwandungen B' der Glocke freigebliebenen Raum ausfließt, daher der außerhalb der Glocke befindliche Wasserüberschuß so lange durch das Rohr D abfließt, als man noch Oel in das Reservoir eintreten läßt.