Text-Bild-Ansicht Band 182

Bild:
<< vorherige Seite

oder Furchen versehen, um die nöthige Reibung zu erzeugen, daß die Barre mit den Rollen in Drehung gesetzt wird. Ueber der Barre liegt die Welle c, auf der sich vier Scheiben d befinden, die mittelst der Flantschen d' befestigt sind. Die Enden der Welle c gehen durch die excentrischen Büchsen c¹ welche in Oeffnungen der Maschinenständer gepaßt sind. An den excentrischen Büchsen sind Stirnräder c² befestigt, welche in die Getriebe e' an der Welle e greifen. Wird daher die letztere gedreht, so wird die Welle c mit ihren Scheiben d gehoben oder gesenkt. Die Rollen b erhalten ihre Drehung durch Elementarkraft von der Betriebswelle f aus, welche durch die Stirnrädervorgelege f', b' auf die Achsen der Rollen b wirkt.

Die Wirkungsweise ist nun folgende: Die Zeichnung stellt die Scheiben d in der tiefsten Stellung dar, so daß die ringförmigen Einschnitte in der Barre schon gebildet sind; der Arbeiter muß nun die Welle e vermittelst einer am Ende derselben aufgesteckten Kurbel so weit drehen, daß sie in ihre höchste Stellung gelangt und die Scheiben aus den Einschnitten der Barre herausgezogen werden. Die Barre kann nun von der Maschine genommen und eine andere, genügend erwärmte, an deren Stelle gelegt werden; die Rollen b werden dann in Drehung versetzt, und die Scheiben d allmählich heruntergelassen, um in den Umfang der Barre hineinzuarbeiten. Hierbei werden die Scheiben durch kleine Wasserstrahle kalt gehalten. Die drehende Bewegung der Rollen b veranlaßt die Barre und die Scheiben sich auch zu drehen. Die Tiefe der in die Barre zu machenden ringförmigen Einschnitte kann vergrößert und verkleinert werden, aber es muß genügendes Metall gelassen werden, um die einzelnen Theile der Barre zusammenzuhalten, bis sie durch eine Kreissäge getrennt werden, oder die Einschnitte müssen so tief gemacht werden daß ein Durchsägen nicht mehr nöthig ist.

Ein anderer Theil der Erfindung besteht in der Anwendung eines rund auslaufenden conischen Dorns anstatt eines flach endenden, um die Barrenscheibe zu durchlochen ohne Metall zu verlieren. Aus Fig. 3 ist zu ersehen, wie die Barrenscheibe a vermittelst eines Ramsbottoms'schen Doppeldampfhammers durchlocht und ausgedehnt werden kann. In diesem Fall hängt der conische Dorn n an dem Hammerbär und der ausgehöhlte Block (die Matrize) o ist auf dem Amboß befestigt; die Scheibe a ist auf eine Platte oder auf Rollen gelegt, um das Wenden derselben während der Arbeit zu erleichtern, oder sie kann auch von Zangen, die mit einem Krahn in Verbindung stehen, gehalten werden.

Der dritte Theil der Erfindung besteht darin, Barren von solcher Form herzustellen, daß sie in Scheiben und folglich auch in Ringe und