Text-Bild-Ansicht Band 182

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Tyres umgewandelt werden können, ohne anderen Metallverlust als den durch die Oxydation entstehenden. Zu diesem Zweck werden die Barren in Gestalt eines abgestumpften Kegels oder einer abgestumpften Pyramide mit so viel Neigung gegossen, daß sie durch Hämmern oder Pressen in Scheiben umgewandelt werden können. Die Grundfläche des Gußstückes kann mit einem Kranz versehen werden, welcher den Spurkranz des Radreifens darstellt, oder der Spurkranz kann auch bei einer folgenden Operation vermittelst eines Stempels hergestellt werden. Der Einguß ist cylindrisch oder prismatisch und wird, nachdem die conische oder pyramidale Gußform mit dem flüssigen Metall ausgefüllt ist, entweder durch eine Platte und Sand ausgefüllt, oder er wird ausgebohrt und in die Bohrung ein Metallpfropf eingetrieben. Die Form wird entweder bis an den Boden des Eingusses oder bis ein Stück in den Einguß hinein gefüllt; in letzterem Falle wird nach dem Gießen der cylindrische Anguß entfernt, damit er bei dem darauf folgenden Verdichten nicht stört. Statt der conischen Formen kann man auch halbkugelförmige, glockenförmige oder irgend welche conoidische Formen anwenden, welche die Umwandlung des Gußstückes in eine Scheibe gestatten.

Fig. 4 zeigt den Verticaldurchschnitt einer Gußform für conische Barren und Fig. 5 dieselbe von unten gesehen. Die gußeiserne Platte x bildet die Grundplatte der Form; sie hat eine Aushöhlung mit abgerundeten Kanten und ist mit einem schmiedeeisernen Ring x' umgeben. Der conische Theil y der Form ist durch den Bügel y' abgesteift, der mit einem Oehr versehen ist, damit er leicht abgenommen werden kann. Der oberste Theil der Form ist cylindrisch und durch eine zwischen zwei Platten z¹ befindliche Sandfüllung z⁴ geschlossen. Der auf diese Weise gebildete Pfropf wird mittelst des durch die Bügel z³ gesteckten Bolzens z² nieder gehalten. Ramsbottom macht die untere Platte z¹ so dünn, daß sie im Ofen durch Oxydation verschwindet, und sie braucht daher vor dem Verdichten nicht entfernt zu werden.

Viertens hat sich Ramsbottom den in Fig. 6 dargestellten, mit Längenriffeln versehenen Dorn zum Ausdehnen der Reifen patentiren lassen; a bezeichnet den auszudehnenden Ring, l den conisch zulaufenden Dorn, g, j, j die Walzen, welche den Ring auf den Dorn auftreiben.

Endlich erstreckt sich das Patent auf die Anfertigung von Ringen zur Kesselfabrication aus cylindrischen Gußstücken oder aus solchen Gußstücken, welche erst in dicke Ringe umgewandelt und dann nach Durchmesser und Länge so weit gestreckt werden, daß sie auf einem Walzwerk vollendet werden können. Der verbesserte Mechanismus zum Ausdehnen der dicken Ringe besteht in einem Dorn, auf welchen der Ring aufgelegt