Text-Bild-Ansicht Band 182

Bild:
<< vorherige Seite

der Scheibe D vor dem federnden Arme H vorüber, so hebt dieser einen Arm l des Hebels L, wodurch der Glockenhammer I gehoben und beim Zurückgehen des Armes H mittelst einer Spannfeder, die gegen den Glockenstiel drückt, gegen die Glocke zum Anschlagen gebracht wird. Das Wesentliche, was wir an diesem Apparate erkennen, besteht jedoch in der Anordnung der Signalscheibe M, durch welche entweder die Anzahl der Glockenschläge dem nicht anwesenden Wärter zur Wahrnehmung gebracht oder sonstige Signale gegeben werden können. Die Signalscheibe M ist um eine eigene Achse C, die ebenfalls an der Grundplatte angebracht ist, drehbar, und an derselben Achse befindet sich ein Sperrrad O, O, das durch den Einfall des Sperrkegels N in seine Zähne schrittweise in Rotation versetzt werden kann und diese Bewegung der Scheibe M mittheilt. Letztere ist mit zwei diametral einander gegenüberstehenden Oeffnungen a und b versehen, und hinter derselben ist ein Zifferblatt auf der Grundplatte A angebracht; die Anzahl der Nummern oder Zeichen des letzteren entspricht der Anzahl der Zähne des Sperrrades O. Wird daher anfänglich die Signalscheibe so gestellt, daß Null des Zifferblattes mit der Oeffnung a coincidirt, so wird man, wenn von der Tiefe aus Zeichen gegeben werden, aus der Nummer, welche bei a oder b sichtbar ist, die Zahl der Glockenzeichen, welche innerhalb einer bestimmten Zeit gegeben worden sind u.s.w. erkennen. Man kann also mittelst des Apparates entweder die Grubenarbeiten controliren oder irgend welche andere Zeichen nach Uebereinkommen empfangen. Die Scheibe M kann entweder frei wieder auf den Nullpunkt zurückgeführt, oder wenn sie zum Signalisiren dienen soll entweder mittelst eines Gegengewichtes oder durch eine Spirale selbstthätig nach jedem erfolgten Zeichen in ihre normale Lage zurückgedreht werden.

CII. Neuer Regulator für Pendeluhren, von Redier in Paris.

Aus der Revue chronomètrique, Juli 1866, S. 170.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Bei dem Pendel, welches Redier vorschlägt, und das in Fig. 33 und 34 dargestellt ist, kann die Pendellinse a, b in einer einfachen Weise ohne Anwendung einer Schraube gehoben oder gesenkt werden. Die Linse ist nämlich an der Pendelstange F angeschraubt, so daß dabei noch