Text-Bild-Ansicht Band 180

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und nach durch die kälteren Theilchen der Flüssigkeit verdrängt,“ construirte der Erfinder diesen Apparat, welcher sehr verschiedenartige Einrichtungen erhalten kann. Die hier als Beispiel gewählte und abgebildete Modification seines Apparates besteht aus einem einzigen endlosen, aus mehreren übereinander liegenden und mit einander communicirenden Schlangenröhren zusammengesetzten Rohre; nämlich:

1) Das erste Schlangenrohr A, das Herdrohr, hat mehrere über einander liegende spiralige Windungen und liegt in einem besonderen kleinen Herde, welcher, der Oertlichkeit oder dem Zwecke entsprechend, entweder mit Kohks, oder mit Steinkohlen, Torf etc., oder durch die Ueberhitze irgend eines Ofens oder sonstigen Heizapparates geheizt wird.

Dieses erste Schlangenrohr füllt sich mit Wasser durch das obere Ende des verticalen, seine Verlängerung bildenden Rohres a, welches sich außerhalb des rechtwinkeligen, von den den Mantel des ganzen Ofens bildenden Ziegelsteinmauern umgebenen Raumes befindet.

2) Das zweite Schlangenrohr B ist spiralig in einer und derselben Horizontalebene gewunden und bildet die Decke oder das eigentliche Gewölbe des Ofens. Es communicirt direct mit dem ersten Schlangenrohre A, und zwar durch den an seine letzte Windung angeschraubten Theil c.

3) Das dritte Schlangenrohr C, welches in derselben Weise gebogen ist wie B, mit dem es durch den verticalen Schenkel d in Verbindung steht, befindet sich in einer Horizontalebene unter der aus dünnen, die Wärme leicht hindurch lassenden Fliesen bestehenden Ofensohle. Der mittlere Theil dieses Schlangenrohres C endigt in einem horizontalen Rohre e, welches durch die Ziegelsteinmauerung hindurch geht, in der Nähe des Herdes an der Mauer hinabläuft, und dann mittelst eines angeschraubten Kniees mit dem Schenkel g des ersten Schlangenrohres A verbunden ist.

In Folge dieser Anordnung bilden sämmtliche Schlangenrohre einen einzigen Canal, welcher in allen seinen Theilen vollständig mit Wasser gefüllt ist, und zwar von dem ersten senkrecht stehenden Rohre a, durch welches dasselbe eingegossen wird, an, bis zu dem letzten Schenkel g, durch welchen es beständig zum Herd gelangt.

Ist das in den letzteren gebrachte Brennmaterial angezündet, so stellt sich in dem endlosen Rohre eine continuirliche und sehr rasche Circulation des erhitzten Wassers ein, und zwar findet dieselbe in der Richtung vom höchst gelegenen Theile des Apparates auf dem kürzesten Wege nach dem Herde zu statt, durch dessen Feuerung sie unaufhörlich erneuert wird; dadurch wird das Innere des Ofens erwärmt,