Text-Bild-Ansicht Band 180

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Folge seiner Volumvergrößerung durch eine zu starke Temperaturerhöhung über das Rohr c hinaus aufsteigt und dann den Kolben E hebt; der Hub dieses Kolbens läßt sich mit Hülfe einer außen angebrachten Scala leicht erkennen.

Der Mechanismus könnte auch so eingerichtet werden, daß das Wasser, sobald es sein Temperaturmaximum erreicht hat, das Ventil des Reservoirs öffnet, um einen Strahl kalten Wassers in den Herd selbst zu treiben.

Der außerhalb des Ofens befindliche Theil des aufsteigenden Rohres ist mit einem Blechmantel H umgeben, um sein Erkalten zu verhüten. Ueberdieß läßt man den absteigenden Theil des Rohres durch eine mit Wasser gefüllte Pfanne g gehen, um einen Theil der Wärme noch zu benutzen und heißes Wasser oder Dampf zur Verfügung zu haben.

Schließlich wollen wir noch hervorheben, daß ein solches Heizsystem neben den genannten Vorzügen für Brod- und Kuchenbäckereien auch den Vortheil besitzt, daß es leichter und mit geringeren Kosten als die jetzt gebräuchlichen Oefen hergestellt werden kann.

XCIX. Knochenbrennofen von Gits und du Rieux.

Mit Abbildungen auf Tab. VII.

Die Darstellung der Knochenkohle geschieht jetzt allgemein durch Verkohlen der Knochen in Töpfen; verschiedene Systeme continuirlicher Oefen sind versucht, aber wieder aufgegeben worden, theils weil sie sich sehr rasch abnutzten, theils weil sie keine befriedigenden Resultate lieferten alle entwickelten mehr oder weniger die bekannten höchst unangenehm riechenden Gase. Von allen diesen Uebelständen soll der continuirliche Brennofen von Gits und du Rieux in Lille frei seyn, der in Fig. 11 im verticalen Durchschnitt nach der Mitte und in Fig. 12 im horizontalen Durchschnitt nach der gebrochenen Linie 1, 2, 3 der Fig. 11 dargestellt ist.

Der Ofen besteht aus einer seitlichen Feuerung mit Verbrennungsraum B; die verticalen Brenncylinder C sind oben durch Röhren c mit dem horizontalen, auf der Ofenmauerung liegenden Rohre T verbunden (Fig. 11 und 13). Aus diesem Rohre gelangen die in den Cylindern