Text-Bild-Ansicht Band 178

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CXIX. Maschine zur Fabrication der guillochirten Nägel; von Stoltz Sohn, Maschineningenieur in Paris.

Mit Abbildungen auf Tab. VI.

Um guillochirte (gekerbte) Nägel darzustellen, hat Stoltz Sohn an den Nägelmaschinen wesentliche Verbesserungen angebracht. Durch Klauen, die in der Nähe der Messer und Spannbacken liegen, wird auf den Draht ein Druck ausgeübt, so daß der Nagel auf eine gewisse Länge eine größere oder geringere Anzahl Kerbungen erhält, in deren Folge derselbe, wenn er irgendwo eingeschlagen ist, fester sitzt. Der Nagelkopf erhält zur Erhöhung der Festigkeit eine Streifung oder Kreuzhiebe in verschiedenen Richtungen. Fig. 30 zeigt die Maschine im Durchschnitt nach der Linie 1–2 des Grundrisses. Fig. 31 ist der Grundriß, wobei die Tafel T in eine horizontale Ebene umgelegt gedacht ist. Auf die Tafel T sind zwei Lager für die Betriebswelle A angegossen, die mit einem Schwungrad V versehen ist und mit der Hand oder mittelst der Fest- und Losscheibe P und P' durch irgend einen Motor in Bewegung gesetzt wird.

Der zu verarbeitende Draht wird zunächst gerichtet, indem er durch Walzen X passirt wird, die auf einem kleinen Support vor der Maschine liegen und deren Anzahl je nach dem Durchmesser der darzustellenden Nägel vergrößert werden kann. Zur regelmäßigen Zuführung des nöthigen Drahtes dient der kleine Wagen x; an diesen ist unten eine Zahnstange angegossen, die in den gezahnten auf der Welle a unter der Tafel sitzenden Sector d greift. Der Wagen gleitet mit Schwalbenschwanz in der Tafel und trägt die durch eine Feder unterstützte Zange D, welche den Draht zuführt. Die Achse a trägt an dem einen Ende einen Hebel b, der durch die Zugstange B mit einer auf der Betriebswelle sitzenden, mit einem Schlitz versehenen Scheibe B' verbunden ist. Je nachdem der Verbindungspunkt der Zugstange mit der Scheibe mehr oder weniger von deren Centrum absteht, ist der Schwingungswinkel des Hebels b und daher der Lauf des Wagens D mehr oder weniger groß, so daß man stets sehr leicht die für eine bestimmte Nagelsorte nöthige Drahtlänge reguliren kann. Die Bildung des Kopfes erfolgt durch den Stempel Z am Ende des horizontalen Hammers M; letzterer wird durch die starken Stahlfedern R, deren Kraft durch Verstellung der Traverse p an den Führungen r, r regulirt werden kann, vor- und durch den