Text-Bild-Ansicht Band 130

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die Oberfläche, auf welche der Druck der warmen Luft wirkt, 143,000 Quadratcentimeter beträgt, und das Luftvolum welches den Cylinder ausfüllt, wenn der Kolben seinen höchsten Stand erreicht hat, 26 oder genau 26,154709 Kubikmeter, nach Abzug des Raums zwischen dem Admissionsventil und dem Kolben welcher seinen niedrigsten Stand erreicht hat. Andererseits folgt aus den Dimensionen des Speisecylinders und aus dem Lauf seines Kolbens, daß das bei jedem Kolbenspiel in das Reservoir gedrückte Luftvolum 17 oder genau 17,396533 Kubikmeter beträgt, ebenfalls nach Abzug des schädlichen Raums. Der Commandeur Sands und Hr. Ericsson bemerken, daß der Druck in den Maschinen auf 0,562 Kilogr. per Quadratcentimeter über dem atmosphärischen Druck beschränkt worden sey; sie geben aber nicht an, in welchem Theile der Maschine und durch welche Mittel dieser Druck gemessen wurde. Geschah dieß mittelst Ventilen oder Manometern, welche an dem Behälter der zusammengepreßten Luft, zwischen den Arbeits- und den Speisecylindern angebracht wurden, oder etwa mittelst Apparaten, welche mit dem Innern dieser letztern Cylinder in Verbindung gebracht wurden? Sie sagen ferner nicht, ob die Luft in die Arbeitscylinder während des ganzen Aufgangs der Kolben eingelassen wurde, oder ob man die Admission vor der Beendigung des Kolbenlaufs abschloß. Wahrscheinlich ist das zweite der Fall. Denn in den meisten Beschreibungen von Ericsson's Maschine wird bemerkt, daß er die Expansion der heißen Luft benutzt; auch hat der Erfinder dieß in seinem Patente erklärt. Uebrigens hat Hr. Ericsson mehrmals wiederholt, daß er die Temperatur der Luft in den Arbeitscylindern nicht über 480° F. oder 249° C. erhöhe. Wenn aber die warme Luft während des ganzen Kolbenlaufs einströmte, so hätte man sie, wegen der relativen Dimensionen der Speise- und Arbeits-Cylinder, weit über diese Gränze hinaus erhitzen müssen, um eine höhere Spannung als 8 Pfd. per Quadratzoll, über den Druck der Atmosphäre, zu erlangen. Setzt man voraus, daß die Temperatur der atmosphärischen Luft 10° C. betrug, und nimmt man als Ausdehnungs-Coefficient der Luft die aus den Versuchen Regnault's hervorgehende Zahl 0,003665 an, so findet man, daß man die Temperatur der warmen Luft auf 391° C. oder 736° F. erhöhen müßte, damit die 17,396533 Kubikmeter atmosphärischer Luft, welche ein Volum von 26,154709 Kubikmeter einnehmen, einen Druck von 8 Pfd. per Quadratzoll, oder von 0,562 Kilogr. per Quadratcentimeter, über den atmosphärischen, ausüben. Es ist daher fast gewiß, daß die Admission der Luft in den Arbeits-Cylinder abgesperrt wurde, ehe der Kolben die Gränze seines Aufsteigens erreichte. Wenn man die Ausdehnung des Kolbenlaufs, welche der Admission