Text-Bild-Ansicht Band 130

Bild:
<< vorherige Seite

XXXII. Ueber die Legirungen des Kupfers mit dem Silber; von A. Levol.13)

Levol hat sich in einer größeren Arbeit über die Legirungen,14) die Lösung der Frage zur Aufgabe gestellt, ob diese als bloßes Product gegenseitiger Auflösung zu betrachten sind, oder ob ihnen nicht vielmehr wahre chemische Verbindungen zu Grunde liegen. Der erste, bis jetzt allein erschienene Theil dieser Arbeit handelt von den Legirungen des Kupfers mit dem Silber, und hat zunächst zum Zweck, die schon mehrfach von Andern beobachtete Erscheinung aufzuklären, daß solche Legirungen beim Erkalten an Homogenität mehr oder weniger einbüßen. – Eine Reihe zu dem Ende nach bestimmten Aequivalentverhältnissen zusammengesetzter Legirungen, zu denen noch die für Münzen und die für Medaillen und Bijouterien gebräuchlichen hinzukommen, wurde nach einem bestimmten Plan den erforderlichen Proben unterworfen. Um den Einfluß der ungleichen Abkühlung möglichst zu beseitigen, goß man sie nicht wie üblich in offene muldenartige, sondern in geschlossene Formen zu Kugeln von 50 Millim. Durchmesser mit eben so hohen Eingüssen (in einigen Fällen auch zu Würfeln von 42 Millim. Seite), theilte diese in je zwei symmetrische Hälften und bestimmte den Feingehalt an verschiedenen Theilen der Außenfläche (a), im Mittelpunkt (b), dann an den dazwischen liegenden Theilen (c), und zum Vergleich auch an einer aus der noch flüssigen Legirung geschöpften Probe (d). Wir geben nachstehend einen gedrängten Auszug aus der großen Masse von Zahlenresultaten, welcher genügen wird, die wichtigsten Ergebnisse augenscheinlich zu machen; es ist der aus der Formel berechnete Feingehalt (e), sowie die größte gefundene Differenz der Feingehalte jeder Probe (f) beigefügt. (Sämmtliche Ziffern sind Tausendtel, die unter (a), (c) und (d) begriffenen sämmtlich Mittelwerthe aus mehreren Versuchen; Cu ist = 31,7 angenommen.)

13)

Aus dem „Jahresbericht über die Fortschritte der reinen, pharmaceutischen und technischen Chemie, Physik etc. für 1852, von J. Liebig und H. Kopp. Gießen, 1853.

14)

Annales de Chimie et de Physique, October 1852, S. 193.