Text-Bild-Ansicht Band 130

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Dicke der Wand des Behälters beträgt, durch die Oeffnungen in diesen so weit hinein, daß sie innerhalb ungefähr drei Zoll hervorragen. Wenn die Stämme hierauf in dem Maaße festgelegt sind, daß sie, bei gehörigen Unterstützungen in der Mitte ihrer Länge, sich in der schrägen Lage, in der sie sich dadurch befinden, daß das Stammende in dem erhöht aufgestellten Behälter steckt, während der Zopf sich nur wenige Zoll vom Boden befindet, nicht verrücken können, was der Eindichtung wegen durchaus nothwendig ist, so werden die Zwischenräume zwischen dem innern und äußern Kasten bis oben heran mit Thon ausgefüllt. Dieß Ausfüllen muß indessen sehr aufmerksam durch allmähliches Einstampfen geschehen und besonders muß der Thon recht dicht um die Stämme herum angedrückt werden. Dieser Dichtung halber müssen denn auch, wie schon erwähnt ist, die Stämme, wenigstens ebenso breit als die Dichtung reicht, entschält seyn, und zwar recht sorgfältig bis auf das Holz, weil sich sonst zwischen Holz und Bast, trotz der Dichtung mit Thon, die Flüssigkeit hindurchziehen kann. Zuletzt streicht man noch den, sowohl innerhalb wie außerhalb an den Stämmen hervorgequollenen Thon mit der Hand glatt, so daß sich eine kleine Wulst bildet.

Es wird keiner ausführlicheren Beschreibung bedürfen, um das einfache Arrangement verständlich zu machen. Das Ganze kommt darauf hinaus, die zu präparirenden Stämme mit einem ihrer Enden in einem wasserdichten Kasten so einzukitten, daß sich der einsaugende Querschnitt stets unter der Flüssigkeit befindet, mit welcher der Kasten angefüllt ist. Es ist daher auch gleichgültig, welche Form der Behälter hat. Die Localität, wo derselbe aufgestellt wird, entscheidet darüber, ob man durch alle vier Seiten Stämme hindurchlegen kann, in welchem Fall dieselben in ihrer Lage ein großes Kreuz bilden würden, oder ob man den Behälter trogartig formt, so daß nur die beiden langen Seiten Stämme aufnehmen können. Alles, was hierher gehört, muß sich den Umständen accommodiren und das anderweitig Erforderliche findet sich bei der Ausführung selbst.

Sobald also die Stämme eingekittet und auf ihren Lagern unverrückbar festgelegt sind, wird der Behälter mit der conservirenden Flüssigkeit bis zum Rande angefüllt, und es ist damit alles geschehen, um des besten Erfolges versichert zu seyn. Dieser Erfolg gibt sich darauf sehr bald zu erkennen. Schon nach vierundzwanzig Stunden, öfter auch noch früher, fängt das Holz an zu laufen, d.h. es trippt aus dem Querschnitt des Zopfendes der reine Baumsaft in wasserklaren Tropfen, schneller oder langsamer, je nach der Länge und Dicke der Stämme ab, und dieß dauert