Text-Bild-Ansicht Band 130

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Zum Verständniß, wie die Flügel, je nach der Bewegung in einer oder der andern Richtung, die Wetter aus dem Schacht oder der Strecke, welche mit dem untern Theil der beiden Mäntel in Verbindung stehen, ansaugen, oder sie in dieselben einblasen, sind einige Details erforderlich. Es sollen dieselben, der Deutlichkeit wegen, an dem Riß nachgewiesen werden, welcher die geometrische Verzeichnung der Maschine enthält.

Es sey Fig. 1, A, B, die Oeffnung des Schachtes, über welchem der Fabry'sche Apparat angebracht ist und durch den die Wetter einfallen oder ausziehen können; ich nehme an, diese Oeffnung sey länglich-viereckig, von A bis B 2 Meter breit und in senkrechter Richtung darauf 2 bis 3 Meter lang.

Ueber den Punkten A und B, in O und O', liegen die Mittelpunkte zweier Zahnräder von 1 Meter Durchmesser. Die Welle des Treibrades erhält ihre Bewegung von irgend einem Motor, meistens von einer horizontalen Dampfmaschine, deren Kurbelstange direct mit einer an dieser Welle angebrachten Kurbel verbunden ist.

Betrachten wir den Theilkreis dieser Räder und theilen wir dieselben von den Punkten C und C' aus in drei gleiche Theile. Die den Theilungspunkten entsprechenden Halbmesser gehörig verlängert, werden auf dem Grundrisse der Figur, die Entwürfe für die Scheider oder Flügel seyn, welche auf den Wellen befestigt worden. Sie endigen einerseits an der cylindrischen Oberfläche, deren Basen die mit den Halbmessern OA und O'B beschriebenen Peripherien sind, andererseits an zwei ebenen Wangen oder Wänden, welche, wenn man will, die Verlängerung der beiden Flächen des als rechteckig angenommenen Schachtes seyn können.

Tragen wir mm, von den Theilungspunkten ausgehend, die 1/12 der Peripherie gleichen Theile zu beiden Seiten auf, nehmen wir die auf diese Weise erlangten Punkte als Anfangspunkte von Epicykloiden, welche durch das Wälzen des einen Theilkreises auf dem andern erzeugt werden und verzeichnen wir diese Epicykloiden, so erhalten wir eine Art Räderwerk mit drei Zähnen, dessen Spiel leicht zu begreifen ist.

Wir wollen, um bestimmte Begriffe zu haben, annehmen, daß es sich um eine saugende Ventilation handle, und es muß alsdann die Bewegung in der Richtung der Pfeile stattfinden.

Das Profil mn tritt nach der Stellung der Figur in Berührung mit dem Anfang m' des Profils m'n' und bleibt darin, bis die beiden Halbmesser O'm', Om auf die Mittelpunktslinie gelangen.

Von diesem Moment ab, ist es das Profil m'n' welches längs des Anfanges m des Profils mn gleitet, bis zu dem Augenblick wo der Halbmesser O'D' mit der Mittellinie zusammenfällt. In demselben Augenblick