Text-Bild-Ansicht Band 130

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welche mit Wasser gefüllt ist, so daß ein luftdichter Verschluß hergestellt wird. Die Glocke hängt an einem Seil, welches über eine Rolle läuft und an dessen anderem Ende ein Gegengewicht hängt, welches etwas schwerer als die Glocke ist. Diese bleibt daher nur deßhalb eingetaucht, weil unter ihr durch das Ansaugen verdünnte Luft befindlich ist. Wenn aber die Wettermaschine außer Thätigkeit kommt, so stellt sich das Gleichgewicht unter und über der Glocke bald her, das Gegengewicht erhält das Uebergewicht und die Schachtöffnung wird aufgeschlossen.

Hr. Devaux hat diese Vorrichtung hauptsächlich wegen Explosionen vorgeschlagen. Er ist der Meinung, daß es zweckmäßig sey, die Wettermaschine nicht auf dem Schacht, sondern an dem Ende einer söhligen Strecke anzubringen, die von dem einen Schachtstoß abgeht, und die Oeffnung desselben mit dem hydraulischen Verschluß zu versehen; es würde alsdann in den meisten Fällen bei Explosionen die Maschine nicht zerstört werden.

Die Fabry'schen Windräder verbreiten sich sehr schnell in Belgien; in den Gruben der Bezirke von Mons und Charleroi findet man schon deren dreißig; auch fangen sie an, sich in den französischen Nord- und Pas-de-Calais-Departements zu verbreiten. Keine andere Wettermaschine hat einen ähnlichen Erfolg gehabt. Dieser einzige Umstand beweist hinlänglich das über diesen Apparat Gesagte und rechtfertigt die genaue Beschreibung desselben.

Beschreibung der Abbildungen.

Fig. 1 geometrische Skizze des Fabry'schen Ventilators;

Fig. 2 der Ventilator oder das Windrad von der Seite der Triebmaschine;

Fig. 3 derselbe im Grundriß;

Fig. 4 Längendurchschnitt nach der Linie AB der Fig. 3.

Der Fabry'sche Ventilator besteht aus sechs Flügeln, welche auf eben soviel Armen von Gußeisen angebracht sind; diese sind mit ebenfalls gußeisernen Kreuzen versehen. An diesen Armen und Kreuzen befestigt man Bretter und die Kreuze endigen in hölzerne, nach einer Epicykloide gekrümmte Flächen. Durch Berührung der Kanten auf den krummen Oberflächen, jedoch ohne zwischenliegendes Leder, schließt man die Verbindung zwischen der innern und äußern Luft ab. Der Halbmesser des von den Enden der Flügel beschriebenen Kreises beträgt 1,70 Met.

aa, a'a' gußeiserne Arme, zu dreien miteinander verbunden und auf den Wellen D, D festgekeilt.