Text-Bild-Ansicht Band 130

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Zwanzigste Versuchsreihe, vom 21sten bis zum 23sten August.

Kuhharn, Temperatur 17,6 bis 21,6° R.
Stickstoff
per 100
Kub. Cent.
Verlust
per 100
Stickstoff.
1) 100 Kub. Cent. Harn im normalen Zustand 2,064
2) 100 Harn im Wasserbad abgedampft 1,810 12,26
3) 100 Harn nach 48 Stunden + 5 Gram.
Eisenvitriol

1,994

3,34
4) 100 Harn nach 48 Stunden + 5 Gram.
Eisenvitriol + 100 Gram. Torfkohle

2,045 *)

0,9
5) 100 Harn nach 48 Stunden + 5 Gram.
Gyps + 100 Gram. Torfkohle

2,017 *)

2,2

*) Nach Abzug des Stickstoffs der Kohle; die Brutto-Zahlen waren: 4)2,052; 5) 2,046.

Die in dieser Tabelle zusammengestellten Resultate bestätigen die vorhergehenden; sie führen zu dem Schlusse, daß der Eisenvitriol und der Gyps, der Torfkohle zugesetzt, in ziemlich gleichem Grade die Conservirung der stickstoffhaltigen Bestandtheile des Harns bewirken.

Schlüsse in Bezug auf diesen ersten Theil der Versuche.

1) Die durch Verkohlung der Knochen, des Torfs und des Holzes erhaltenen Kohlenpulver besitzen die Eigenschaft, einen Theil der stickstoffhaltigen Bestandtheile des Harns zu conserviren, aber sie lassen deren auch eine beträchtliche Menge als ammoniakalische Ausdünstungen verloren gehen.

2) Der Eisenvitriol und der Gyps conserviren den Stickstoff bei weitem besser, aber doch nicht vollständig.

3) Ein Gemenge von pulverförmigen Kohlen mit 5 Procent Eisenvitriol, ist am wirksamsten, um ammoniakalische Ausdünstungen zu verhindern, wobei es noch zum Verdicken des Harns dient und die Verdunstung des Wassers begünstigt.

Die Ergebnisse dieser Versuche zeigen uns, welche Vortheile die verschiedenen pulverigen Verkohlungs-Rückstände und die salzigen Nebenproducte der Alaun- und Eisenvitriol-Fabriken als Zusätze zum Stalldünger gewähren können.