Text-Bild-Ansicht Band 225

Bild:
<< vorherige Seite

denselben je nach dem gefühlten Widerstand der härtern oder weichern Stellen des Steines langsamer oder rascher zu dirigiren, oder gar zu lüften. Der Verbrauch der Diamanten wird hierdurch auf ein Minimum reducirt. Ein geübter Arbeiter vermag in 1/2 bis 3/4 Stunden einen Stein damit zu schärfen. Man kann die Schärfe nach links oder rechts, unter jedem Kreuzungwinkel, radial oder parallel führen.

Der Ständer A wird in der Mitte des Steines, beim Bodenstein auf die Büchse, gesetzt und mittels der Schrauben E am festzustellenden Mühleisen befestigt, beim Läufer auf eine über das Steinloch zu legende Platte U gesetzt und mit der Schraube V und den Bolzen W festgezogen. Um den Ständer läßt sich der Arm B bewegen, an welchen, mittels eines prismatischen Supports C je nach der Steingröße verschiebbar, in mehreren Gelenken D, H die hobelartige Arbeitsplatte F, G hängt, die mit der Bodenplatte G auf den Stein gestellt wird und mittels des Handgriffes l bis zu der durch die punktirten Linien bezeichneten Stellung hin und her geschoben werden kann. Die obere Platte F dieses Hobels läßt sich deckelartig heben und in ihrem Abstand von der untern Platte durch die Schraube k stellen. An dieser Platte f ist, in Spitzen geführt, durch Federdruck leicht aus- und einzuspannen und mit Selbstöler versehen, die Diamantwelle r (Fig. 31) angebracht, welche durch die beiden Oeffnungen s und t, je nachdem die Platte rechts oder links fortrücken soll, mittels einer Schnur y von der Scheibe Q aus in Umdrehung gesetzt wird. Diese Schnur y läuft über die an der beweglichen Schiene P befindlichen Leitrollen N und wird durch Gewicht T stets gespannt. Die Schnurscheibe Q sitzt auf einer in dem obern hohlen Theil des Ständers A befindlichen Spindel fest und wird durch die Antriebswelle R, welche durch Hebel S aus- und eingerückt werden kann, mit der Transmission in Betrieb gebracht.

Das zur Seitwärtsbewegung des Hobels dienende Schaltwerk besteht aus einem am Ständer A festsitzenden Schraubenrad a, um welches der Arm B durch eine daran befindliche Schnecke b (Fig. 29) um die jedesmalige Entfernung der Sprenglinien herumgeschraubt wird. An der Schnecke b sitzt das Sperrrad c fest, in welches mit der Kurbel d die Sperrklinke e eingreift; letztere kann nach rechts und links gelegt werden. Je nachdem man einen oder mehrere Zähne des Sperrrades mit der Sperrklinke erfaßt, wird der Arm b und mit demselben der Diamanthobel G fortgerückt und dadurch die Entfernung der Sprengschärfe gebildet. Diese Entfernung wird durch einen in die Löcher des Segmentes g zu steckenden Stift begrenzt. Das Gewicht Y dient dazu, das Uebergewicht des Armes B auszugleichen. Die Schnecke b ist in