Text-Bild-Ansicht Band 225

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einem Rahmen h befestigt und kann, wenn man den Hebel f in die Höhe zieht, ausgelöst werden, damit man den Arm B beliebig, falls dies zur Einstellung erforderlich ist, um den Ständer drehen kann.

Man kann mit dieser Maschine unter verschiedenen Winkeln radial und parallel schärfen. Der Hobel G läßt sich sammt seinen Gelenken H, D und der Scheibe m um den Bolzen i (Fig. 30), durch welchen er mit dem Support C verbunden ist, drehen und, sobald dies geschehen ist, um den wünschenswerthen Kreuzungswinkel eingestellt zu haben, auf zwei verschiedene Weisen feststellen. Entweder zieht man die Schraube n an, und dann kann man radial ohne Aufenthalt um den ganzen Stein herum schärfen, oder man löst diese Schraube n und stellt die Lappenschraube w (am Ständer Fig. 28 und 29) fest, so kann man parallele Schärflinien ziehen, wobei man bei jedem Felde die Schraube w wieder lösen und den Diamanthobel von neuem einstellen muß. Die parallele Schärfe wird hierbei durch die der Müller'schen Schärfmaschine eigentümliche Anordnung des Pantographs (Storchschnabel) erzeugt, welche durch die Verbindung des Maschinenarmes B mit dem am Ständer befindlichen Arm ZK, der Schiene KL und den an der Scheibe m befindlichen Arm XL gebildet wird. Es ist natürlich erforderlich, daß KL stets so lange wie ZX gemacht wird. Die Wirkung dieser Verbindung ist aus dem beigegebenen Diagramm ersichtlich.

Textabbildung Bd. 225, S. 345

Wenn abcd das zu bearbeitende Feld ist, so wird der Diamanthobel so gestellt, daß er in der Richtung der Pfeile hin und her gezogen wird resp. der Diamant in dieser Richtung schärft. Wenn nun ZL fest stehen bleibt (nachdem die Lappenschraube w angezogen ist), so bleibt auch XL stets parallel