Text-Bild-Ansicht Band 284

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Textabbildung Bd. 284, S. 79
Nachdem der Wärter die vorgedachte Blockirung der Fahrstrasse und die völlige Freimachung des Einfahrtsignalhebels vollzogen hat, stellt er letzteren auf Frei und sodann das Vorsignal gleichfalls auf Erlaubte Einfahrt. Diese Signale werden nach dem Vorbeifahren des Zuges in umgekehrter Reihe wieder auf Halt zurückgebracht und mittels des Blockapparates in bekannter Weise verschlossen, wobei sich das bezügliche Fensterchen f in der Station wie am Stellwerke wieder in Roth umwandelt, während der Fahrstrassenverschluss am Stationsapparate unter einem wieder frei gemacht worden ist. Die Weichenlage bleibt jedoch noch immer verschlossen, bis der Stationsbeamte den Fahrstrassenapparat des Wärters deblockirt, wobei das Fensterchen f1 des betreffenden Block Verschlusses in der Station wie beim Stellwerke wieder weiss wird. Erst nach all diesen Vornahmen kann und muss der Knopf k (Fig. 75) in der Fahrstrasseneinschaltevorrichtung der Station auf die Nullstellung zurückgebracht werden und ist der Stellwerks Wärter im Stande und gehalten, die Verschlusskurbel k (Fig. 72) nach links zurückzulegen, wodurch die Nummer im Fensterchen v verschwindet und alle Weichenhebel wieder frei beweglich werden.

Das Schwergewicht dieser im Ausstellungsverzeichnisse der Firma Siemens und Halske als System Bank bezeichneten Einrichtung liegt darin, dass ausser den gewöhnlichen Sicherheiten auch noch die Umstellung der für eine freigegebene Fahrstrasse gestellten Weichen nicht bloss von der erfolgten Bückstellung des betreffenden Fahrsignals, sondern auch noch von der vorausgegangenen Erlaubniss, d.h. Deblockirung seitens der Station, abhängt, und dass also, nachdem diese Deblockirung bei correcter Dienstabwickelung erst nach erfolgtem Eintreffen des Zuges stattfindet, keine Weiche der Fahrstrasse während des Befahrens durch den Zug umgestellt werden kann.

(Fortsetzung folgt.)

Schraubenschneidmaschinen.

Mit Abbildungen.

G. Krebs' Schraubenschneidmaschine.

Mittels des in Fig. 1 und 2 ersichtlichen Schneidkopfes (D. R. P. Nr. 50713 vom 24. August 1889) wird bei fortlaufender Kreisung der Schneidkopfspindel das Auf- und Zuschieben der Schneidbacken durch zwei Bandbremsewerke ermöglicht, wobei die Einstellung derselben nach dem Bolzendurchmesser durch ein Zeigerwerk sichergestellt wird.

An dem Spindelkopf A sind zwei Schenkel angedreht, zwischen welchen aber ein Scheibentheil K stehen bleibt, der an zwei gegenüberliegenden Stellen segmentartig ausgeschnitten ist.

In einem dieser Flügeltheile ist in der Mitte ein cylindrisches radialgerichtetes Loch eingefräst, in welches; durch ein Deckelstück a gehalten, ein Winkelgetriebe P freidrehend eingesetzt ist.

In dieses greift nun von links eine Scheibe B mit Kegelzahnkranz und von rechts eine ebensolche C ein, an der aber ausserdem der Ringtheil D angeschraubt wird, in welchen drei ansteigende Bogenflächen (Sellers' Kopf) vorhanden sind, an denen die in Radialschlitze des Kopfes A geführten Schneidbacken sich stützen. Zudem wird an diesem Ringtheil eine Deckelplatte angeschraubt, während die Bogenleisten S zum Zurückziehen der Schneidbacken an das Ringstück C angeschraubt sind.

Nun ist sowohl über C als auch über B je eine Hebelbandbremse gelegt, welche, einseitig in Thätigkeit gesetzt, eine Relativverdrehung der Scheibe CD zur Spindel A in je einer Drehrichtung veranlassen.

Wird die auf CD gelegte Bandbremse F gespannt, und dadurch die Drehung von CD gegenüber A verzögert, so schieben sich die Schneidbacken S radial zusammen, eine Bewegung, die so lange andauert, bis durch eine stellbare Anschlagschraube L, die an der Scheibe C angestellt wird und an den Flügelansatz K anschlägt, diese Relativbewegung unterbrochen wird.

Textabbildung Bd. 284, S. 79
Weil nun diese Druckrichtung mit der Drehrichtung zusammenfällt, so ist nicht nur die Anstellung der Gewindschneidstahle durch den Bogenzwischenraum x begrenzt, sondern auch in einfachster Weise sichergelegt.

Wenn nun nach Beendigung des Schnittes die auf die Scheibe B gelegte Bremse E in Wirksamkeit gesetzt wird, so muss sich durch Vermittelung des Kegelgetriebes P die Scheibe (CD) rückläufig mit doppelter Geschwindigkeit drehen, wodurch die Gewindeschneidstähle G aus dem geschnittenen Gewinde rasch herausgezogen werden.

Carton's Gewindeschneidbohrer.

Textabbildung Bd. 284, S. 79
Um einen reineren Schnitt und, durch Vermeidung überflüssiger Reibung, auch einen leichteren Gang des Gewindeschneidbohrers zu erhalten, entfernt Carton je zwei