Text-Bild-Ansicht Band 284

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Hindernisse sich Weg zu bahnen, so dass sie durch ihr längeres Verweilen an einzelnen Stellen der Hülse Zeit findet, den ganzen Körper des Kötzers in allen seinen Windungen zu erreichen und zu färben.

Die neuartig zusammengestellte mehrtheilige, aus Metallblech hergestellte Hülse ist in Fig. 117 in Ansicht, in Fig. 118 im Schnitt gezeichnet. Fig. 119, 120 und 121 sind herausgezeichnete Details.

Die Hülse ist (entsprechend der Form der Kötzer) in ihrem mittleren Theile cylindrisch und läuft an jedem Ende in einen Konus aus; sie ist mehrtheilig und in ihrem mittleren und oberen Theile mit Widerständen für die durchströmende Flüssigkeit versehen. Diese Widerstände sind Metallplättchen, welche in den Innenraum der Hülse hineinragen und sich zwischen die Wickelungen des Kötzers einlegen (einschneiden). Der Konus H4 des unteren Theiles H1 der Hülse geht in ein Röhrchen a über, welches auf die Farbzuführungsröhrchen r aufgesteckt wird; oben ist dieser Hülsentheil mit zwei um Scharniere s drehbare Mantelplättchen m versehen, welche am oberen Rande rechtwinklig umgebörtelt sind, so dass die vorstehenden Börtelränder b in das Innere der Hülse ragen bezieh. sich zwischen die Wickelungen des Kötzers C einlegen. In Fig. 119 sind die Mantelplättchen m an der Hülse H1 um Scharnier s umgelegt gezeichnet.

Textabbildung Bd. 284, S. 294
Man steckt also zuerst den Kötzer C in die Hülse H1, nachdem vorher die Plättchen m umgelegt wurden. Hierauf dreht man die Plättchen m zurück, so dass sich, wie in Fig. 118, die Börtelränder b in die Wickelungen des Garnes einlegen, und schiebt den mittleren Theil H2 der Hülse über den unteren Theil H1. Dieser mittlere Hülsentheil H2 ist nun oben wieder mit Widerständen, mit sich zwischen die Garnwickelungen einlegenden Metallplättchen pp versehen, welche sich um Scharniere s1 nach auswärts drehen lassen. (Vgl. Fig. 120 Oberansicht auf den Hülsentheil H2, wo in vollen Linien die Plättchen p nach auswärts gedreht erscheinen; in punktirten Linien gezeichnet, schneiden sie in die Garnwickelungen ein.) Schliesslich wird die konische Haube H3 über H2 gesteckt. Diese Haube ist mit einem feinen Austrittskanale o für die Farbe versehen. Erfahrungsgemäss sind die Kötzer an jenen Stellen, wo die Widerstände (Einlagsplättchen) b und p vorgesehen sind, unegal gefärbt. Durch Anordnung dieser Widerstände nun hat die Farbflüssigkeit keinen absolut freien Durchfluss durch die Hülse; unterhalb der Plättchen b und p staut sie sich an diesen Stellen, muss sich (in der Richtung der Pfeile in Fig. 118) mit Gewalt Bahn durch die Kötzer brechen, durchdringt sie vollständig und färbt sie so in allen Theilen gleichförmig.

Behufs Abdichtung der Hülsen zwischen den Gefässböden B und D werden Gummiplättchen g untergelegt, und es hat die Haube H3 zu diesem Zwecke einen Flansch f angegossen, auf welchen das Dichtungsplättchen gelegt wird.

Textabbildung Bd. 284, S. 294
Ein Beispiel dafür, dass das Material während des Arbeitsprocesses in dem für die Ausführung desselben bestimmten Behälter nicht still liegt, sondern in ihm so hin und her bewegt wird, dass das Material wechselweise von der Flotte durchdrungen werden muss, liefert der Apparat von Charles Ph. Clegg in Manchester, Harold A. Clegg in Montford und Frank Lee in the Limes, Didsbury bei Manchester (D. R. P. Kl. 8 Nr. 44367 vom 14. December 1887). Dieser in Fig. 122 bis 125 wiedergegebene Apparat ist dazu bestimmt, das Färben der Rohmaterialien in Form von Bündeln oder Ballen zu ermöglichen, indessen können mittels des Apparates auch Halbfabrikate oder Stückwaaren und Garne gefärbt werden.

Das zu färbende Material wird mittels eines in einem Behälter ringsum abschliessenden Kolbens durch die Flüssigkeit derart hin und her bewegt, dass die Flüssigkeit gezwungen wird, das Material überall zu durchdringen.

Zur Aufnahme der Flotte dient der Behälter A. Derselbe kann cylindrisch, wie dargestellt, oder anders gestaltet sein. In dem Behälter oder Cylinder A dichtet der Kolben oder Plunger B ringsum mittels Packungen b ab.

Dieser Kolben B dient zur Verschiebung des zu behandelnden Materials. Derselbe kann das Material entweder in sich selbst direct aufnehmen oder auch kleine Behälter B1 (Fig. 125) für Aufnahme des Materials enthalten. Der Boden C und der Deckel D des Kolbens sind mit der Kolbenstange E fest verbunden und werden durch