Text-Bild-Ansicht Band 285

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Grau'schem System (1883 247 * 120. Grau-Wagner, 1891 282 * 129. 1884 251 * 492. 1884 254 * 153 und 1889 271 * 562) versehen worden.

XIV. Wasserstandscontrole.

Die elektrischen Wasserstandsanzeiger finden als Neben- und Hilfseinrichtung der den Eisenbahnen für die Speisung der Locomotiven oder der Kessel der Werkstätten u. dgl. so wichtigen Wasserbeschaffungsanlagen eine stetig zunehmende, allgemeiner werdende Verwendung. Diesem Umstände entsprach denn auch die Mannigfaltigkeit und grosse Anzahl einschlägiger Apparate, die in Frankfurt vorhanden gewesen und in erster Linie für Eisenbahnzwecke bestimmt oder von Eisenbahnorganen erdacht sind.

Textabbildung Bd. 285, S. 245
Textabbildung Bd. 285, S. 245
Die einfachste Controlvorrichtung dieser Gattung, wie sie dem gewöhnlichen Bedarf der Eisenbahnwasserstationen entspricht, braucht bekanntlich bloss den höchsten oder niedrigsten Stand des Wasservorrathes zu melden; die Anordnung eines solchen vom Telegrapheninspector Tormin construirten und seitens der königl. Eisenbahndirection Köln (rechtsrheinisch) beigestellt gewesenen Apparates zeigen die Fig. 127 und 128. Die über die Rollen r1 bis r6 geleitete Schnur oder Kette trägt einerseits den Schwimmer S mit dem darunter befestigten Gewicht q, welches den Zweck hat, die ruhige Lage des Schwimmers zu sichern, andererseits das Gegengewicht g, durch welches die Kette straff gehalten wird. Dieser Theil der Vorrichtung ist in geeigneter Weise im Wasservorrathsgefässe und zunächst desselben angebracht und hat die Aufgabe, eine Contactvorrichtung C (Fig. 127) thätig bezieh. unthätig zu machen, welche mit einer Batterie B und durch eine Telegraphenleitung L mit einem Zeichenempfänger Z in Verbindung steht; letzterer befindet sich an jener Stelle, wo der niedrigste und höchste Stand des Wasservorrathes gemeldet werden soll. Behufs Lösung der gedachten Aufgabe ist die Schwimmerkette durch die Oeffnung der Scheiben s1 und s2 und zwischen den Rollenpaaren r2, r3 und r4, r5 durch das Rohr je eines pilzförmigen Bleigewichtes P1 und P2 hindurchgeführt. An richtiger, mit Rücksicht auf die Höhe des Wassergefässes bezieh. der Differenz der beiden äussersten Wasserstände zu bemessender Stelle zwischen r2 und r3 einerseits, sowie zwischen r4 und r5 andererseits erhält die Kette eine Verstärkung k1 bezieh. k2 , indem hier je ein Stückchen Messingrohr mittels Presschrauben unverrückbar festgeklemmt wird. Nimmt beispielsweise der Wasserstand zu, so bewegt sich die Kette zwischen r2 und r3 nach abwärts, zwischen r4 und r5 nach aufwärts, bis der höchste zulässige Wasserstand erreicht ist. Hierbei hat die Verstärkung k1 das Bleigewicht P1 mit in die Höhe genommen, dagegen ist k2 durch die Oeffnung der Scheibe s2 nach unten gegangen, während P2 auf s2 liegen blieb und vermöge seiner Schwere schliesslich den Hebelarm T2, an welchem s2 angebracht ist, nach aussenhin niederdrückt