Text-Bild-Ansicht Band 281

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Andrehen des Schwungrades zu ermöglichen, ist ein Klinkwerk angeordnet.

Eine stehende, mit Condensation arbeitende dreifache Expansionsmaschine für eine elektrische Beleuchtungsanlage in Südamerika, welche von Ruston, Proctor und Co. in Lincoln erbaut ist, beschreibt Engineer, 1891 S. 115.

Der mit Dampfmantel umgebene Hochdruckcylinder von 305 mm Durchmesser ist mit Corlisshähnen versehen, deren Stellungen unter Mitwirkung eines Porter'schen Regulators von einer Steuerung, System Spencer-Inglis, bestimmt werden; der Mitteldruckcylinder von 483 mm, sowie der Niederdruckcylinder von 787 mm Durchmesser besitzen ebenfalls Dampfmäntel und der gemeinschaftliche Hub sämmtlicher Cylinder beträgt 914 mm. Mittel- und Niederdruckcylinder arbeiten mit Trick'schen Kanalschiebern, welche sowohl für die Einströmung als auch Ausströmung des Dampfes mit doppelten Kanälen versehen sind. Die Spannung des in den Hochdruckcylinder, sowie in dessen Mantel strömenden Dampfes beträgt ungefähr 11 at, während der Dampf in die Mäntel der beiden anderen Cylinder erst nach dem Durchgehen eines Reducirventiles mit 5,5 at Spannung gelangt. Die drei durch Schrauben mit einander verbundenen Cylinder stützen sich wieder auf je einen kräftig gehaltenen A-förmigen Ständer und der Betrieb der von Ganz und Co. in Pest gelieferten Lichtmaschine erfolgt direct durch Seile von dem Schwungrade der Dampfmaschine aus.

Fr.

Neuere Schleifmaschinen.

Mit Abbildungen.

Springfield's Schleifbank (Fig. 1 und 2).

Von der Springfield Emery Wheel Mfg. Comp. in Bridgeport, Conn., wird nach American Machinist, 1890 Bd. 13 Nr. 36 * S. 1, eine Schleifbank gebaut, die sehr viel Aehnliches mit einer Drehbank bezieh. Walzenschleifmaschine besitzt. Auf der trogförmigen geraden Wange ist ein Reit- und Spindelstock vorgesehen.

Textabbildung Bd. 281, S. 156
Der conische Spindelkopf hat 51 mm Durchmesser bei 95 mm Lagerbüchsenlänge; die Spindel trägt eine dreiläufige Stufenscheibe für 63 mm breiten Betriebsriemen. Auf dem äusseren Spindelkopfe ist eine besondere Riemenscheibe angebracht, mit welcher bei stillstehender Spindel das Werkstück zwischen Spitzen in Drehung versetzt werden kann.

Ein besonderes Triebwerk bethätigt die Leitspindel nach Hobelmaschinenart mit offenen und gekreuzten Riemen für gleichmässige Schlittenbewegung im Vor- und Rücklaufe und mit selbsthätiger Umkehrschaltung. Durch weit ausgreifende Flügel wird dem Supportschlitten eine sichere Führung auf der Wange und der letzteren Schutz gegen den zerstörenden Einfluss des Schleifmaterials gewährt. Dieselben sind mit hohen Randleisten umgeben, welche das Spritzwasser sammeln und in das Kastenbett ableiten. Auf der Querführung des Hauptschlittens gleitet ein Querschlitten, welcher mit seiner Verlängerung in eine stellbare Gleitschiene greift, welche nach Bedarf schräg zur Wangenkante eingerichtet werden kann. Die Winkelträger dieser Gleitschiene sind auf einem Nebenschlitten angebracht, welcher an einer stehenden Prismaführung verrückt werden kann, die sich auf der hinteren Sei ten wand der Wange vorfindet.

Textabbildung Bd. 281, S. 156
Ein zweiter Querschlitten, der durch eine Schraubenspindel auf dem vorerwähnten unteren zur Einstellung gelangt, trägt das Schleifradlager mit Schmirgelscheiben bis 240 mm Durchmesser und 25 mm Stärke auf 38 mm starker Spindel. Zum Hohlschleifen dient selbstverständlich das zweite am Boden gezeichnete Spindellager.

Um nun die beim Schleifen auftretenden Seitendrücke aufzufangen, ist am vorderen kurzen Querschlitten ein Widerhalter angebracht, welcher mittels einer durch ein feines Schneckentriebwerk getriebenen Schraubenspindel eine sehr feine Einstellung erhält. Uebrigens ist beim Schleifen kurzer Ansätze an langen Stäben die Verwendung eines Führungslagers, sogen. Setzstockes, nicht ausgeschlossen.

Auf dieser Schleifbank können Werkstücke bis 380 mm Durchmesser und 2130 mm Länge zwischen Spitzen, rund und kegelförmig, sowie kürzere Theile auch hohl geschliffen werden.

Oppenheim's Schleifmaschinen.

Unter anderen Schleifmaschinen waren in Bremen die in Fig. 3 und 4 dargestellten Schleifmaschinen von der Firma S. Oppenheim und Co. in Hainholz vor Hannover ausgestellt worden (vgl. 1888 269 * 414).

Die 40 mm starke Stahlspindel trägt fliegend zwei Schleifscheiben, eigentlich Schleifringe, von 500 mm äusserem Durchmesser und läuft in langen Kugellagern, von einer zweifachen Stufenscheibe betrieben.

Der linke Schleifring ist mit einem Schutzhelm und