Text-Bild-Ansicht Band 281

Bild:
<< vorherige Seite

den sich gegen die Nase der Scheibe v4 legenden Ausschnitt des Daumens v3 verhindert.

Der Arm des Hebels 2 ist auf die Achse v1 aufgekeilt, und die Feder 3, welche den Arm 1 mit dem Hebelwerke v verbindet, schliesst jede Möglichkeit eines Bruches des Klinkmechanismus aus für den Fall, dass die Lade ihre Bewegung nach der Ausrückung noch fortsetzen sollte.

Der den Webstuhl bedienende Arbeiter kann die Ausrückvorrichtung etwaigen Falles auch selbst mittels einer Stange in Thätigkeit setzen, welche sich ihm zur Hand neben dem Einrückhebel befindet.

Textabbildung Bd. 281, S. 227
Diese Ausrückstange geht quer durch den ganzen Stuhl und wirkt gleichzeitig mit dem Ausrücken des Riemens, aber in entgegengesetzter Richtung, auf eine mit Kuppelklauen versehene Muffe, welche auf der entgegengesetzten Seite des Stuhles auf der Welle k sitzt. Die Stange der Riemengabel läuft an dem der Gabel entgegengesetzten Ende in eine Verbreiterung aus, welche zwischen zwei Rollen liegt, von denen die eine fest ist, während die andere an dem einen Ende des um einen festen Drehpunkt frei schwingenden Winkelhebels befestigt ist; letzterer greift mit seinem anderen Arme in eine Ringnuth der Kuppelungshülse ein; in Folge dieser Einrichtung wird beim Verlegen des Riemens auf die lose Scheibe die Kuppelungshülse eingerückt, während letztere umgekehrt ausgerückt wird, wenn der Riemen auf die feste Scheibe gelegt wird.

Diese Einrichtung hat den Zweck, dem Arbeiter zu ermöglichen, auch bei ausgerücktem Antrieb den Webstuhl von Hand mittels eines Kurbelrades bewegen zu können; in diesem Falle überträgt die mit Nuth und Feder auf der Welle k gleitende Kuppelungshülse die Drehung des lose auf der Welle k sitzenden Kegelrades auf diese Welle selbst.

Der in den Fig. 7 bis 8b wiedergegebene Schusswächter rührt von der Sächsischen Webstuhlfabrik in Chemnitz her und ist Gegenstand des D. R. P. Kl. 86 Nr. 51489 vom 4. November 1889. Er wirkt in der Weise, dass sich eine Nadel zu beiden Seiten der Gewebeleiste von unten in die stets sich bildende Schlinge des abgeschossenen Schussfadens einschiebt und bei fehlendem Schuss den Ausrückmechanismus des Stuhles in Thätigkeit setzt.

Textabbildung Bd. 281, S. 227
Eine auf die Hauptwelle H des Stuhles aufgekeilte Hubscheibe E bewegt den Hebel R, dieser wiederum durch die Zugstange t, Hebel h und Gegenzugfeder f die untere Welle W. Diese Welle W ist zu beiden Seiten in der rechten und linken Stuhl wand gelagert und trägt rechts wie links die gleichen Hebel h1. Die Hebel h1, von denen nur der rechte gezeichnet, können nach der Breite des Gewebes verstellt werden, sie tragen in ihrem Maule die Hakenschienen a, welche, durch das Führungsstück g oben gehalten, den Bewegungen der Lade L folgen müssen. Das Führungsstück g ist auf die Schiene s der Lade L aufgeschraubt und kann ebenfalls, der Breite des Gewebes entsprechend, verschoben werden. Eine Nadel n aus dünnem Stahldrahte, welche an einem Oesenstift der Schiene a befestigt und leicht beweglich ist, geht oben durch den Schlitz des Hebelchens m. Nadel n und Hebel m werden durch die schwache Feder x von den Leisten der Ware abgedrängt.

Die gesammte Wirkungsweise vorbenannter Theile erklärt sich aus Folgendem:

Wenn die Lade L schussfertig und das Fach geöffnet ist, haben die Hakenschiene a und Nadel n ihren höchsten Stand erreicht, wie Fig. 7 punktirt zeigt. Die Nadel n steht nun vor dem geöffneten Fach, möglichst nahe an der Leiste des Gewebes. Der nun abgehende Schuss fängt die Nadel und überwindet durch seine eigene Spannung die schwache Feder derselben, zieht die Nadel an die Leiste des Gewebes und das Hebelchen m unter den Haken k der Schiene a. Während des Schützenlaufes geht die Hakenschiene a mit der Nadel n tief und bleibt mit ihrem Haken k auf dem Hebelchen m hängen. Die Nadel n wird zugleich aus der Schlinge des Schussfadens herausgezogen, der nun bei vollständigem Einlaufe des Schützens straff eingeschlagen wird.

Wenn die Hakenschiene a auf dem Hebelchen m hängen geblieben ist, so hindert diese hiermit auch die untere Welle W, mit den darauf sitzenden Hebeln h und h1 weiter zu gehen, und der Hebel R tritt leer auf den tiefsten Stand der Hubscheibe E ein, da seine Zugstange t im unteren Kopfe mit Schlitz versehen ist. War dagegen