Text-Bild-Ansicht Band 282

Bild:
<< vorherige Seite

welches das Vorgarn auf seiner oberen Fläche absatzweise axial über der Kammwalze hinwegführt und aus einer Vorrichtung zum Abreissen des geförderten Vorgarnes und Andrücken desselben an den Beschlag der Kamm walze.

Textabbildung Bd. 282, S. 9
Auf einem der Zapfen der Kammwalze P ist lose das theilweise verzahnte Rad R mit daran befestigter Curvenscheibe C aufgeschoben, denen unabhängig von der Kammwalze eine besondere Drehung ertheilt wird. Greift hierbei die Verzahnung von R in das Rad r ein, so wird dadurch das über die Rollen OO geführte endlose Band E in der Richtung des Pfeiles (Fig. 6) bewegt, dabei wickelt das Band von der Vorgarnrolle V mit Hilfe der Rolle W Vorgarn ab und führt dasselbe längs der Kammwalze hin. Ist der Anfang des Vorgarnfadens v am anderen Beschlagende angekommen, so ist auch die Verzahnung von R am Rade r abgelaufen und das Band E mit dem darauf liegenden Musterfaden steht still. Bei der Weiterdrehung des Rades R mit der Scheibe C ist der an letzterer laufende Stift c des Hebels H, welcher durch die Feder F beständig gegen die Scheibe G gezogen wird, an dem Absatze der letzteren angelangt und der Hebel H wird nach links gezogen (Fig. 5). Bei dieser Bewegung des Hebels wird zuerst durch den an seinem Ende befindlichen Stift, welcher in einem gebrochenen Schlitz der Feder B gleitet, diese niedergedrückt, und dadurch wird der Musterfaden v zwischen dem Bande E und der Feder B festgeklemmt. Weiter wird mit dem Vorgehen des Hebels H auch die an seinem Endzapfen drehbare Bürste b über das Band E weggeführt und diese nimmt hinter Feder B den Faden v mit und reisst denselben ab. Das abgerissene Stück, von einer Länge gleich der Beschlagbreite der Kammwalze, wird mit dem von der Bürste b gefassten Ende gegen den entsprechenden Beschlagrand der Kammwalze geführt und dort, indem die Bürste durch Anschlagen eines oberen Vorsprunges an den gebogenen Stift a etwas nach oben gedreht wird, zwischen die Häkchen des Beschlages eingestrichen. Das so gefasste Vorgarnende wird auf dem Kammwalzenbeschlag durch eine Druckwalze w festgehalten und das auf dem Bande E liegende Vorgarnstück wird nun von der Kamm walze bei ihrer Drehung mitgenommen, und dasselbe legt sich auf diese Walze in Form einer Schraubenlinie auf. Der auf der Kammwalze liegende Vorgarnfaden wird bei dem darauf folgenden Durchgange durch die Arbeitsstelle des Tambours T mit der Kammwalze etwas verkämmt und die quer liegenden Fasern werden etwas langgestrichen, so dass dieselben eine gute Verbindung mit den vom Tambour aufgetragenen Fasern erhalten. Je nachdem das Rad R mit der Scheibe C zwei-, drei-, viermal u.s.w. schneller läuft als die Kammwalze, werden bei einer Umdrehung derselben zwei, drei, vier u.s.w. Farbenstreifen aufgetragen. Die dargestellte Einrichtung lässt sich mehrfach an der Kammwalze anbringen, um verschiedenfarbige Vorgarnfäden aufzulegen.

Textabbildung Bd. 282, S. 9
Schneider und Finger in Aachen bewirken auf der Vorspinnkrempel für geflammte Garne (D. R. P. Kl. 76 Nr. 45653. Fig. 7 und 8) die Zuführung der farbigen Vorgarnfäden. zur Kammwalze mittels eines traversirenden, mit Legewalzen pp ausgestatteten Fadenführers q. Derselbe erhält seine Bewegung durch den Wagen k, an welchem er befestigt ist, indem dieser Wagen von dem um die von der Krempel angetriebenen Riemenscheiben ff laufenden endlosen Riemen h mittels an letzterem befestigten Mitnehmers, welcher in einen Schlitz des Wagens eingreift, von dem einen Ende der Kammwalze zum anderen bewegt wird. In dem bügelartigen Faden führ er q sind die Walzen pp gelagert. Die auf den Hülsen n befindlichen Fäden (Effectfäden) werden durch Fadenleiterösen und die in den Bügel q gebohrten feinen Löcher zwischen die beiden Rollen pp auf die Kamm walze geführt und während des Hin- und Herganges des Wagens k auf der Kammwalze in gleicher Entfernung wie die in dem Bügel befindlichen Löcher verlegt. Die Walzen pp drücken die Fäden in den Kratzenbeschlag