Text-Bild-Ansicht Band 282

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dem niedergehenden Gewichte mechanisch und selbsthätig einige kräftige Glockenschläge gegeben, als Mahnung zum Aufziehen. Die Glocke ist im Inneren des Triebgewichtes untergebracht, zugleich mit einer Zahnstange, welche beim Aufstossen auf den Boden und ihr dadurch veranlasstes schrittweises Empordrängen innerhalb des Gewichtes bewirkt, dass der Hammer mehrere Male gegen die Glocke schlägt.

Textabbildung Bd. 282, S. 39
Das Laufwerk treibt durch mehrfache Räderübersetzung die Achse a des Typenrades T zu beständiger Umdrehung an. Auf der Achse a sitzt aber ein Sperrrad d, in dessen Zähne sich die am Ankerhebel des Einstellelektromagnetes i angebrachte Gabel n mit ihren Zinken abwechselnd einlegt, wenn der Anker durch die Wechselströme auf und nieder bewegt wird; beim Telegraphiren dreht sich daher das Typenrad T schrittweise um je ein Feld. Entsprechend den 28 Tasten ist das Typenrad in 28 Felder abgetheilt; es trägt jedoch, wie u.a. auch beim Hughes, in jedem Felde zwei Typen, und dementsprechend sind auch auf jeder Taste zwei Zeichen aufgeschrieben, eine Ausnahme machen die zu den beiden leeren Blanktasten gehörigen Felder auf dem Typenrade, in denen keine Typen vorhanden sind.

Natürlich darf immer nur eins der beiden Zeichen des Feldes abgedruckt werden; deshalb nun ist das Typenrad nicht fest mit der Achse a verbunden, sondern die Möglichkeit einer Vor- und Rückwärtsdrehung desselben um die Weite eines halben Feldes beschafft, so dass man nach Belieben vom Drucken von Buchstaben zum Drucken von Ziffern übergehen kann und umgekehrt. Die dazu erforderliche Umstellung des Typenrades T ermöglicht die in Fig. 4 dargestellte Einrichtung im Zusammenwirken mit dem Stifte J und der Feder H an dem Typenrade T (Fig. 5). Mit der Typenradachse a fest verbunden ist ein zweiarmiger Hebel DE. Auf dem unteren Arme E des Hebels ist der Hebel ABC um eine Achse drehbar befestigt, in dessen Spalte bei B die an der Rückseite des Typenrades T angebrachte Feder H hineinragt. In einer Ausbohrung des oberen Armes D ist eine Spiralfeder untergebracht; auf ihm ist verschiebbar der Riegel F angeordnet, welcher die Achse a frei zwischen seinen Wangen hindurchgehen lässt. Unten läuft der Riegel F in zwei Füsse K und L aus, welche von den Enden des Hebels ABC umfasst werden. Das Typenrad sitzt unmittelbar vor dem Riegel F auf seiner Achse a und legt sich mit einem rückwärts an ihm befestigten Stifte J in eine der beiden Kerben M und N an dem oberen Ende des Riegels F ein.

Auf einen der beiden Arme des Hebels ABC wirkt nun – in Fig. 4 nach oben – ein am Druckhebel g (Fig. 6) angebrachter Vorsprung, so oft eine Blanktaste niedergedrückt und demzufolge auf Blank gedruckt wird; in der einen Stellung des Hebels ABC und des Typenrades geschieht dies beim Niederdrücken der Buchstabenblanktaste, in der anderen beim Niederdrücken der Ziffernblanktaste. Wird nun von dem Vorsprunge z.B. der Arm A nach oben gedrückt, so zieht der Arm C am Fusse L den Riegel F unter Spannung der Spiralfeder in D nach unten und macht so den zur Zeit in der Kerbe N sitzenden Stift J frei; zugleich wirkt aber auch B auf die in seiner Spalte liegende Feder H und spannt diese, so dass dieselbe das Typenrad, sobald J aus N ausgehoben ist, so weit dreht, dass J über M zu stehen kommt; kann darauf die Spiralfeder den Riegel F wieder nach oben zurückbewegen, so fasst die Kerbe M den Stift J und hält das Typenrad wieder in seiner Stellung gegen die Achse fest. Die umgekehrte Wirkung und Verschiebung des Typenrades tritt ein, wenn der Vorsprung am Druckhebel g beim Drucken den Arm C nach oben drückt.

Der Anker des Druckelektromagnetes m (Fig. 6) wird durch die Abreissfeder p für gewöhnlich abgerissen gehalten. Am anderen Ende trägt der Ankerhebel die Druckrolle r, mittels deren der von der Papierrolle ablaufende Papierstreifen an die eben eingestellte Type angedrückt und so diese Type auf den Streifen abgedruckt werden kann. Nach jedem Drucke wird der Streifen durch Vermittelung eines in Fig. 6 sichtbaren, in ein Sperrad hinter r eingreifenden Sperrkegels um die Breite einer Type fortgeschoben. Erfolgt das Drucken bei einer der beiden Typenlücken, welche den beiden Blanktasten entsprechen, so wird der Streifen nur verschoben, ohne dass ein Zeichen gedruckt werden kann, es entsteht also ein leerer Zwischenraum in der Druckschrift. Es muss jedoch zur Erzeugung eines Zwischenraumes entweder die Buchstabenblanktaste, oder die Ziffernblanktaste gedrückt werden, je nachdem das Typenrad zufolge seiner derzeitigen Stellung auf der Achse a eben Buchstaben oder Ziffern druckt; denn es darf natürlich bei Erzeugung eines Zwischenraumes nicht zugleich das Typenrad umgestellt werden, sofern nicht etwa dieser Wechsel zugleich mit beabsichtigt wird.

Die regelmässige Speisung der Typen mit Druckfarbe besorgt das Farbröllchen u. Auch dieses hat eine eigenthümliche Einrichtung erhalten, da es zugleich als Farbenbehälter dienen soll. Die Farbe wird in eine ringförmige Büchse eingegossen und letztere auf den Kern einer zweiten Büchse aufgesteckt und der Deckel der die innere nur bis zur Hälfte der Hohe derselben umschliessenden zweiten Büchse aufgeschraubt. Deckel und Büchse treffen sich in der Mitte der Breite der Farbrolle und lassen beim Zusammenschrauben noch drei feine und kurze Spalten offen, durch welche die Farbe ganz allmählich aus der Büchse austreten und in den dieselbe umgebenden Filzring eindringen kann.

Ist nun das Typenrad durch die entsendeten Wechselströme um die diesen entsprechende Anzahl von Feldern gedreht und so die abzudruckende Type gegenüber dem Druckröllchen r eingestellt worden, so kommt der Bürstenträger h (Fig. 2) zum Stillstande, der Strom dauert fort, der Druckelektromagnet m (Fig. 6) zieht jetzt seinen Anker an und veranlasst den Abdruck der eingestellten Type. Die Trägheit des Druckelektromagnetes lässt sich mittels