Text-Bild-Ansicht Band 282

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Mühle Diffusion
Hama-
kua-
poko
Sprek-
kels-
ville
Kealia
und
Kanai
Hama-
kua-
poko
Saftgehalt des Rohres 89,8 86 89 88,7
Gewonnener Saft 74,3 72,5
Saft in der Bagasse 15,3 13,5

Normaler Saft
Brix
Zucker
Quotient
18,5
15,7
85,1
19,6
18
91,7
19,12
17,01
88,94
20,33
17,92
88,16

Verdünnter Saft
Brix
Zucker
Quotient
17,7
15
84,7
17,4

14,55
12,76
87,70
16,45
14,39
87,50
Wasserzusatz auf 100 Normalsaft 4,2 11,2 31,4 23,6
Verlust in den Schnitzeln
Proc. des Rohres 0,60 0,74
Proc. des Zuckers 4,70
Zucker im Röhr 14,1 15,5 15,14 15,70
Davon erhalten 9,54 11,38 13,03 13,16
Verlust 4,56 4,12 2,11 2,54
„ Proc. des Zuckers 32,35 26,59 13,93 16,13
„ bei der Saftgewinnung
bei der übrigen Arbeit
17,23
15,12
15,69
10,90
3,96
9,67
4,70
11,43

Da die Menge des verdünnten Saftes, nicht aber die des normalen bekannt war, so geschah die Berechnung des beim Nachpressen und bei der Diffusion verbrauchten Wassers nach folgender Formel. Es bezeichnen

X den Normalsaft mit der Dichte a Proc. Brix
D den verdünnten Saft d
Y den Wasserzusatz; dann ist

also

und

(Fortsetzung folgt.)

[Kleinere Mittheilungen.]

Verbundmaschine mit zwangläufiger Ventil- und Rundschiebersteuerung.

Nachdem schon seit dem Jahre 1886 die Prager Maschinenbau-Actiengesellschaft vormals Ruston und Co. Verbundmaschinen baute, deren Hochdruckseite durch Ventile und deren Niederdruckseite durch Corliss-Rundschieber gesteuert sind, construirt nunmehr die genannte Maschinenfabrik nach einer Mittheilung ihres Directors Ludwich in der Zeitschrift des Vereines deutscher Ingenieure auch ihre dreistufigen Expansionsmaschinen in ähnlicher Art: den Hochdruckcylinder mit Ventilsteuerung, den Niederdruckcylinder mit Corliss-Schiebern; der Mitteldruckcylinder erhält je nach Umständen diese oder jene Steuerungsorgane.

Bei einer neuern Anordnung einer Verbundmaschine der Prager Maschinenbau-Actiengesellschaft hat der Hochdruckcylinder 550 mm und Ventilsteuerung, der Niederdruckcylinder 850 mm Durchmesser und Corliss-Schiebersteuerung; der gemeinsame Hub ist 1000 mm. Die leitenden Grundsätze, welche zu dieser Anordnung führten, waren nachstehende: Die zwangläufige Ventilsteuerung gestattet im Allgemeinen eine höhere minutliche Umdrehungszahl, als der Corliss-Schnappmechanismus, und macht die Maschine in Hinblick der Leistung sonach billiger. Vergleicht man jedoch in rein technischer Beziehung das Ventil mit dem Corliss-Rundschieber, so spricht manches Bedenken gegen ersteres, so insbesondere die möglicher Weise doch unsichere Abdichtung beim Ventilschluss. Der Rundschieber macht seine Bahn sich selber frei, falls fremde Körper am Schieberspiegel die Dichtheit gefährden, und gestattet, die schädlichen Räume auf ein möglichst kleines Maass zu verringern. Diesen Umständen trägt die jetzige Anordnung Rechnung. Die vom Regulator direct beeinflusste Hochdruckseite erhält eine einfache gute Ventilsteuerung, wodurch die Möglichkeit grosser Umdrehungszahl gewonnen wird. Der Niederdruckcylinder mit seinen getrennten Ein- und Auslasskanälen ist mit Rundschiebern versehen. Diese sind günstig am tiefsten Theile des Cylinders angebracht und werden von der Schwungradwelle wirklich zwangläufig und in einfachster Weise gesteuert. Die Ventile der Hochdruckseite sind leichter dicht zu halten als solche an der Niederdruckseite, schon darum, weil sie in den Abmessungen klein gehalten sein können. Sollten sie auch vorübergehend auf kurze Zeit undicht werden, so ist der Verlust beim Hochdruckcylinder nicht so bedeutend. Beim Niederdruckcylinder, wo jede Undichtheit des Auslasses und grosse schädliche Räume von Uebel sind, steuert der bewährte Rundschieber, welcher kleinere Druckfläche bietet, als sie ein entsprechender Flachschieber haben würde.

Es lassen sowohl die ökonomischen Resultate der indicirten Leistung und – soweit sich dies feststellen lässt – die effective Leistung als auch der gute, gleichmässige Gang, die Betriebsicherheit und die Dauerhaftigkeit dieser Maschinen nichts zu wünschen übrig.

Ausdehnung des Holzes unter dem Einflusse der Feuchtigkeit.

Zum Nachweise der Brauchbarkeit der 1891 280 301 erwähnten Buchenholzparkettböden Hess der Erfinder des patentirten Imprägnirungsverfahrens, Baumeister Amendt, vergleichende Versuche anstellen, welche von dem Vorstande der Grossherzoglichen chemischen Prüfungs- und Auskunftsstation

Buchenholz III. IV.
I. II. Eichenholz Nicht im-
prägnirtes
Buchenholz
Völlig-
impräg-
nirt
Theil-
weise im-
prägnirt
A) Verhalten in feuchter Luft.
Ursprüngliches Gewicht der ge-
prüften Stücke g

804

548

348

Maasse vor dem Versuche
Länge in mm 400,8 300,0 302,0
Breite „ „ 90,0 97,0 91,8
Dicke „ „ 22,0 23,5 24,0
Maasse nach Beendigung des Ver-
suchs Länge in mm

400,8

300,8

302,5

Breite „ „ 90,0 99,8 93,5
Dicke „ „ 22,2 23,5 24,2
Aufgenommene Wassermenge in
Gewichtsprocent nach 3 Tagen

1,2

2,7

3,7

„ 5 „ 1,5 3,8 5,3
„ 7 „ 1,7 4,4 5,7
„ 9 „ 1,7 4,7 6,3
„ 11 „ 1,7 4,7 0,3
B) Verhalten in feuchtem Sand.
Ursprüngliches Gewicht der Stücke
g

703,5

548,5

462

465,5
Maasse vor dem Versuche
Lunge in mm 400,5 300,5 300,8 400,0
Breite „ „ 90,0 98,6 91,4 89,8
Dicke „ „ 22,5 22,5 24,5 19,8
Maasse nach dem Versuche von
11 Tagen Dauer Länge in mm

400,5

300,5

300,8

401,0
Breite „ „ 91,0 101,0 94,8 96,0
Dicke „ „ 23,0 24,0 25,2 21,0
Aufgenommene Wassermenge in
Gewichtsprocent nach 3 Tagen

2,9

4,6

8,2

15,3
„ 5 „ 3,7 7,0 11,3 19,2
„ 7 „ 4,9 8,75 13,7 21,2
„ 9 „ 5,9 10,84 16,45 23,28
„ 11 „ 6,6 12,12 18,20 25,7

C) Verhalten in feuchten Tüchern.
u. total
ver-
zogen.
Ursprüngliches Gewicht der Stücke
g


504,5

465

419
Maasse vor dem Versuche
Lunge in mm 300,0 299,0 400,5
Breite „ „ 98,5 91,8 89,5
Dicke „ „ 22,5 24,4 19,6
Maasse nach dem Versuche
Lunge in mm 300,8 300,0 401,0
Breite „ „ 101,8 94,0 91,0
Dicke „ „ 23,8 25,0 20,5
Aufgenommene Wassermenge in
Gewichtsprocent nach 3 Tagen


3,6

4,5

6,2
„ 5 „ 5,7 6,3 8,8
„ 7 „ 7,0 8,6 10,6
„ 9 „ 8,4 9,2 11,0
„ 11 „ 9,6 10,5 11,45