Text-Bild-Ansicht Band 282

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der Flüssigkeit ausübt, im Verhältniss der Zunahme des Rohrumfanges zu massigen und die Stärke der beheizten Flüssigkeitsschicht der seitlichen Ausdehnung entsprechend zu verringern. Die mit zunehmender Dichte der beheizten Flüssigkeit abnehmende Verdampfung derselben wird hierbei durch die Vermehrung der Heizfläche in Folge der nach unten stetig zunehmenden Oberfläche der conischen Rohre wieder erhöht, so dass bei richtiger Ermessung der Conicität in jedem Querschnitt des Verdampfers gleiche Mengen Dampf entwickelt werden können, also die Verdampfung auf der ganzen Längenausdehnung der Rohre eine gleichmässige wird.

Die Heizrohre a können auch derart ausgeführt werden, dass dieselben auf einen Theil ihrer Längenausdehnung den gleichen und auf einen Theil (gewöhnlich den oberen Theil) derselben einen in der Richtung des Flüssigkeitsstromes zunehmenden Querschnitt erhalten.

In der Fig. 9 und dem Grundriss Fig. 11 ist der Fall vorgesehen, dass der Heizdampf nicht, wie bei dem Hauptpatent dargestellt wurde, von unten, sondern von oben in die Rohre a eingeleitet wird. Dabei findet Gleichströmung von Flüssigkeit und Dampf in dem Verdampfer statt.

Patentanspruch.

Bei dem durch das Patent Nr. 53043 geschützten Oberflächenverdampfer die Anordnung der von innen geheizten, oben und unten flüssigkeitsdicht eingesetzten und den zur Einführung der zu verdampfenden Flüssigkeit dienenden Raum b durchsetzenden, nach unten sich erweiternden Heizrohre a.

Zu dem Patente Nr. 53043, Oberflächenverdampfer von Julius Schwager in Berlin (1891 281 * 19), wurde ferner ein zweites Zusatzpatent (D. R. P. Nr. 55460 vom 23. Juli 1890 ab) ertheilt.

Textabbildung Bd. 282, S. 94
Unterbricht man (siehe Fig. 12 und 13) an dem durch das Patent Nr. 53043 bekannt gewordenen Apparat die Verbindung des Raumes e mit dem Condensator und der Luftpumpe, nimmt man so viele der Rohre a heraus, dass im Inneren des Raumes e der rohrfreie Raum e1 entsteht, durchsetzt man ferner den Behälter b durch das Rohr i, so dass dasselbe den Raum e1 mit der Atmosphäre verbindet, und durchbricht oder entfernt man endlich den in der Zeichnung des Hauptpatentes mit q bezieh. r bezeichneten Mantel, dann wird die Wärmeabgabe des die Rohre a von innen beheizenden Dampfes an die aus dem Behälter b an der Aussenfläche der Rohre a herabrieselnden Flüssigkeit in dem Maasse vermehrt werden, wie diese einerseits die beheizten Rohrwände bedeckende Rieselschicht, andererseits von immer neuen noch nicht mit Wasserdampf gesättigten Luftmengen bestrichen und dadurch in ihrer Verdampfung bezieh. Verdunstung begünstigt wird. Die Verdampfung bezieh. Verdunstung wird im Verhältniss der Steigehöhe des Rohres i begünstigt werden und ihren Höchstwerth erreichen, wenn das Rohr i in eine entsprechend hohe Esse mündet, oder mit einem Exhaustor bezieh. Ventilator verbunden wird, wie dies in der Zeichnung durch v angedeutet ist.

Diese beschriebene Neuerung hat nach Ansicht des Erfinders Bedeutung, wenn die Spannung des Heizdampfes geringer als diejenige der Atmosphäre ist, und wenn Condensator und Luftpumpe nicht angewendet werden sollen.

Patentanspruch.

Bei dem durch das Patent Nr. 53043 geschützten Oberflächen Verdampfer die Anordnung, dass der Behälter b durch das Rohr i durchsetzt wird, und so viele der Rohre a fortfallen, um einen rohrfreien Raum e1 innerhalb des Rohrsystems in dem Raum e in Verbindung mit dem Rohre i zu bilden, welches entweder direct in die Atmosphäre ausmündet oder mit einer Sauge- oder Druckvorrichtung verbunden wird, und wobei die in der Zeichnung zum Hauptpatent mit q bezieh. r bezeichnete Ummantelung des Rohrsystems durchbrochen sein oder ganz fortfallen kann.

Auf eine Vorrichtung zur Herstellung von Würfelzucker wurde F. May (Hatschein bei Olmütz) ein D. R. P. Kl. 89 Nr. 55253 vom 20. März 1890 ertheilt.

Dieselbe kann auf einem fahrbaren Gestell angebracht sein, so dass sie sich leicht von einem Punkt der Fabrik nach einem anderen transportiren lässt.

Bei der Erfindung werden Würfelzuckerformen angewandt, welche aus wagerecht liegenden, im Profil mauerkronenförmigen und in ihren wagerechten Flächen gelochten Blechen und dazwischen senkrecht eingesetzten Blechzungen zusammengesetzt sind, welche Bleche von einem Rahmen umschlossen werden, auf dessen unterer innerer Randleiste die unterste Lage der Bleche ruht.

Zum Zwecke der Massenerzeugung wird eine grössere Anzahl der erwähnten Rahmen einfach auf einander gestellt und hierauf mit Füllmasse beschickt; soll jedoch gleichzeitig mit dem Würfelzucker auch Zucker in anderen Formen; z.B. in Platten, Blöcken oder Tafeln, erzeugt werden, so lässt man in jedem Rahmen oben einen gewissen Raum frei oder schaltet zwischen je zwei mit Würfelformen gefüllte Rahmen einen leeren Rahmen von entsprechender Höhe ein, so dass bei der von unten nach oben vor sich gehenden Füllung die Füllmasse aus einer Würfelformenschicht in den darüber befindlichen Zwischenrahmen, aus diesem in die oberhalb dieses letzteren angeordnete nächste Würfelformenschicht u.s.w. aufsteigt und die Formen vollständig füllt.

Die Zeichnungen stellen die den Gegenstand der Erfindung bildende Vorrichtung dar, und zwar zeigen Fig. 14 und 15 Senkrecht- und Wagerechtschnitt von vier auf einem fahrbaren Gestell aufgestellten, in über einander gestellten Rahmen eingeschlossenen Würfelformstössen.

Fig. 16 ist eine perspectivische Ansicht eines Stosses