Text-Bild-Ansicht Band 282

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Schale mit Kohlenwasserstoff theilweise gefüllt erhalten.

Je mehr man nun dieses Bohr dem Flüssigkeitsspiegel nähert, desto mehr Kohlenwasserstoff wird in den Vergaser hineinbefördert.

Der in der Schale befindliche Kohlenwasserstoff wird ständig auf gleicher Höhe erhalten, damit stets gleiche Quantitäten in den Vergaser gelangen.

Fig. 21 erläutert eine Zündvorrichtung für Erdölmaschinen von Dr. M. V. Schiltz in Cöln (* D. R. P. Nr. 48730 vom 22. Januar 1889).

Textabbildung Bd. 282, S. 101
Ein Rohr R wird durch eine Aussenflamme erhitzt, so dass ein hindurchstreichendes Erdölluftgemenge verdampft und gemischt werden kann, ehe es in der Vorkammer i an der äusseren Flamme gezündet wird. Durch den Abschluss dieser Vorkammer i mittels des gesteuerten Ventils v tritt das Gemenge durch die zwischen dem Glührohr und der Vorkammer i befindliche enge Oeffnung i1 in das Glührohr, bewirkt in demselben eine Explosion, von welcher die Zündklappe c nach der Arbeitskammer A hin aufgestossen und die Zündung in diese letztere übertragen wird. Nach erfolgter Explosion in der Arbeitskammer schliesst sich die Klappe c und bleibt geschlossen bis zur folgenden Zündung. In der Zündklappe oder in dessen Nähe befindet sich eine kleine Bohrung o, durch welche das Gemenge aus der Arbeitskammer A durch das Rohr R zur äusseren Zündflamme f strömt; die zwischen der Vorkammer i und dem Rohr R befindliche Oeffnung muss so eng sein, dass das in der Vorkammer i brennende Gemenge erst nach Abschluss dieser Vorkammer in das Rohr R zurückzündet. Die vor der Ingangsetzung der Maschine unter das Rohr R, wie in der Zeichnung gezeigt, gesetzte Zündflamme wird nach genügender Erwärmung des Rohres R unter die Vorkammer gestellt, da die im Rohr erfolgenden Explosionen eine ausreichende Erwärmung desselben während des Ganges der Maschine bewirken. Das Rohr R ist gegen äussere Abkühlung in geeigneter Weise zu schützen.

Das Zündventil v wird durch Abstellen seiner Steuerstange oder durch einen Keil am Ventil selbst oder wie immer fest geschlossen erhalten, nachdem das Rohr R von aussen oder innen genügend erwärmt ist, wodurch das Rohr R in einen zur Aufnahme der Verbrennungsproducte dienenden Raum i endet, in welchen bei der Verdichtung die Verbrennungsproducte getrieben werden, so dass im Rohr R ein reines Gemenge sich befindet.

Soll das Rohr R nur als Glührohr dienen, so kann das Ventil v auch so eingerichtet werden, dass es von der Steuerstange nur einen Augenblick, dicht vor der beabsichtigten Zündung, den Vorraum i öffnet, um die Verbrennungsproducte aus dem Rohr R und dem Vorraum i abzulassen, so dass dann in R und i sich reines Gemenge befindet, dessen Explosion mit grösserer Sicherheit die Zündung in die Arbeitskammer A überträgt; in diesem Falle bleibt die Zündflamme f dauernd unter dem Rohr R.

Als Auspufftopf schlägt E. W. Hopkins in London (D. R. P. Nr. 48921 vom 10. April 1891) die in Fig. 22 dargestellte Ausführung vor.

Textabbildung Bd. 282, S. 101
Das aus dem Cylindermantel eines Erdölmotors abfliessende Kühlwasser wird durch die Leitung l in den Auspufftopf geführt und füllt denselben bis zu der durch das Abflussrohr l bestimmten Höhe an. Die Abgase des Motors treten durch das Auspuffrohr a in den Topf und werden durch die Wasserschicht hindurch dem Ausgangsrohr b zugeführt, aus dem sie dann entweichen. Indem nun die Gase durch die Wasserschicht zu gehen gezwungen werden, werden sie so bedeutend abgekühlt, dass sie ohne jedes Geräusch austreten; andererseits werden diejenigen im Auspuff dampf befindlichen Erdöldämpfe, welche bei der Explosion im Cylinder nicht verbrannt sind, niedergeschlagen und das Condensationsproduct schwimmt an der Oberfläche des Wassers, weil es specifisch leichter ist als dieses, mit dem abfliessenden Wasser weg.

Die uncondensirbaren Bestandtheile des Auspuffdampfes sind geruchlos. Gleichzeitig soll mittels dieses Verfahrens der sonst eintretenden starken Verschmierung des Auspufftopfes mit theerartigen Niederschlägen vorgebeugt werden.

Zur Vermeidung des Rückschlages und um Geruch durch Austreten von Gasen beim Ingangsetzen der Maschine, wenn also der Auspufftopf noch gar kein oder zu wenig Wasser enthält, zu verhindern, ist bei m ein Geruchverschluss mit Rückschlagventil angebracht.

Für Schiffe, welche mit Erdölkraftmaschinen betrieben, wird die in Fig. 23 abgebildete Uebertragungsvorrichtung und Umsteuerung von Berg und Co. in Mannheim (* D. R. P. Nr. 46612 vom 9. August 1888) vorgeschlagen.

Bei Uebertragung der Kraft auf die Welle eines Schraubenschiffes ist es vortheilhaft, wenn diese Welle nicht fest mit dem Motor verbunden ist, um denselben leichter in Gang setzen zu können. Dann aber muss die Schiffswelle auch zeitweise in entgegengesetzter Richtung betrieben werden können, während der Gasmotor immer nach einer und derselben Richtung läuft.

Das Rad 1 ist das Schwungrad des Motors und wird der Schwungradkranz 2 desselben konisch ausgedreht. Innerhalb dieses Schwungradkranzes 2 ist eine in den Konus desselben passende konische Frictionsscheibe 3 gelagert. Diese lässt sich auf dem auf der Kurbelachse lose sich drehenden konischen Zahnrad 4 auf und ab schieben, ist