Text-Bild-Ansicht Band 282

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ist. Ausserdem ist eine besondere Vorrichtung für den Rundfräsebetrieb vorhanden.

Fräsemaschine von The States Machine Company.

Von diesem in Newark, N. J., befindlichen Werk wird nach American Machinist, 1891 Bd. 14 Nr. 11 * S. 5, eine Rund fräse Vorrichtung und ein mit Theilwerk versehener Universaltisch angewendet, die in den Fig. 11 und 12 abgebildet sind.

Ausserdem ist diese Fräsemaschine noch als Bohrwerk ausgebildet, indem sich in die hohle Hauptspindel eine Bohrspindel schiebt, die vermöge einer Druckschraube bis 325 mm vorgesteuert werden kann.

Die Schaltung wird von einer oberhalb der Hauptspindel lagernden Welle mittels zweier verschieden stark übersetzender Räderpaare und dreier Stufen Scheiben entweder mittels einer Gelenkwelle auf die Tischspindel bezieh. auf die Rundbetriebvorrichtung übertragen, oder es kann die Druckschraube der Bohrspindel mittels des am Hintertheil sichtbaren Räderpaares für den Bohrbetrieb in Gang gesetzt werden.

Textabbildung Bd. 282, S. 148
Die auf den Tisch aufgespannte Rundsteuervorrichtung (Fig. 11) besteht aus einer mittels Schneckentriebwerk gesteuerten hohlen Querspindel, an dessen freien Enden entweder Spannscheiben oder die Werkstücke mittels eines Dornes unmittelbar aufgesetzt sind.

Ein im Gehäuse eingeschlossenes Winkelradpaar vermittelt diesen Antrieb von der Gelenksteuerwelle aus.

Besonders ausgestaltet ist der Gegenspitzenträger, welcher winkelrecht in einem Klemmauge des 150 mm starken ausschiebbaren Stabes eingesetzt ist.

In diesem werden je nach Bedarf die erforderlichen Lagerbüchsen eingestellt.

Vortheilhaft gestaltet sich die Arbeit mit zusammengesetzten Fräsen, deren Dorne bis 550 mm Länge erhalten können.

An Stelle der Lagerbüchsen werden beim Bohrbetrieb Führungsbüchsen verwendet, womit Bohrungen bis 250 mm Durchmesser genau herzustellen gehen.

Textabbildung Bd. 282, S. 148
Als besondere Neuerung wird der in Fig. 12 dargestellte Universaltisch angeführt, der sowohl eine vollständige Kreisverstellung durch ein Theilwerk, als auch eine Lagenänderung gegen die Wagerechte ermöglicht.

J. Royle's Gravirmaschine.

Diese 160 k schwere Gravir- und Fräsemaschine (Fig. 12) leistet in kunstgewerblichen Anstalten, Druckereien und Metallwarenfabriken gute Dienste.

Nach American Machinist, 1891 Bd. 14 Nr. 16 * S. 5, besitzt diese von John Royle und Sohn in Paterson, N. Y., gebaute Maschine einen Bügelständer mit stehender Antriebwelle, welche eine Fräsespindel mit 6000 bis 8000 minutlichen Umläufen kreisen macht, ferner einen entlasteten Tisch, welcher feine Höheneinstellung ermöglicht und der vermöge eines Tritthebels gegen das Werkzeug gehoben werden kann.

Textabbildung Bd. 282, S. 148
Der Tisch selbst besteht aus einer glatten, wagerechten Kreisscheibe, auf welcher sich eine viereckige Platte, welche vier Spannklötzchen trägt, frei und leicht nach allen Richtungen mit der Hand verschieben lässt. Auch die Riemengabel erhält eine veränderliche Höheneinstellung, um den Betriebsriemen ganz oder theilweise auf die Antriebscheibe zu verlegen.