Text-Bild-Ansicht Band 282

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Textabbildung Bd. 282, S. 165
Die zwei durch die Bügel a und die Rückwand b verbundenen Seitenwände c der Mulde M ruhen lose auf dem Boden d, welcher selbst in dem Rahmen R auf den Rollen e ruht. Der Boden d macht nun beim Vorschieben der gefüllten Mulde in die Retorte die Vorwärtsbewegung nur so lange mit, bis der vordere Theil d1 in die Retorte eingetreten ist und der an demselben befindliche Vorsprung f gegen den Rand der Retortenmündung stösst, so dass die Rückwand b oder die verstellbare Wand b1 den von den Seitenwänden c gehaltenen Kohlenstrang auf der unteren Retortenfläche vorwärts schiebt (Fig. 4).

Textabbildung Bd. 282, S. 165

Beim Zurückziehen der Mulde macht der Boden d die Rückwärtsbewegung mit, bis die an demselben festgenieteten Vorsprünge g gegen den Rahmen. R stossen, wonach dann die Mulde sich allein zurückbewegt, bis sie die zu ihrer Füllung erforderliche Lage wieder eingenommen hat.

Die in den Fig. 1, 2 und 3 in Verbindung mit der Mulde dargestellte Hebemaschine, deren Räder und Ketten in strichpunktirten Linien angedeutet sind, ruht mit ihrem Obertheile mittels eines Zapfens h (Fig. 2 und 3) und zweier Stützrollen i (Fig. 1 und 2) auf einem auf zwei Schienen laufenden Wagengestelle A, sowie ferner, um ein Kippen der Maschine zu verhüten, auf der bei Drehung der Maschine um den Zapfen h sich auf der Schiene k bewegenden Rolle l.

Nachdem die Mulde gefüllt ist, wird dieselbe auf die erforderliche Höhe gehoben, indem das Handrad D in der in Fig. 1 angedeuteten Pfeilrichtung gedreht wird, wodurch die Mulde mittels der Kettenräder m und m1 und der Gall'schen Kette m2, der Kettenräder n und w1 mit den über diese und die Rollen o und o1 laufenden und an dem die Mulde tragenden Rahmen R befestigten Ketten n2 und n3 gehoben wird. Die anderen Enden der Ketten n2 und n3 tragen die Gegengewichte G und G1, die das Eigengewicht der Mulde und Rahmen ausgleichen.

Die an den Rahmen angeschraubten Böcke B und B1 tragen die Rollen p und q, welche die Mulde durch die Führungen F und H in wagerechter Lage halten. Durch Eingriff der Sperrklinke r in das Sperrad s wird die Mulde auf der gewünschten Höhe festgehalten. Mittels des Wagens wird nun die Mulde mit der Hebemaschine durch Drehung der Kurbel C1 des auf der Kurbelachse befindlichen Kettenrades E und des auf der mittleren durchgehenden Wagenachse t sitzenden Kettenrades E1 und der Gall'schen Kette E2 vor die zu füllende Retorte gebracht.

Jetzt wird das Handrad J in der in Fig. 2 angedeuteten Pfeilrichtung gedreht, wodurch mittels der Kettenräder K und K1 und der Gall'schen Kette K2, der Kettenräder L und L1 und der Gall'schen Kette K3, der Kettenräder u und v und der über diese laufenden endlosen Kette K4 die bei w mit dieser verbundene Mulde M in die Retorte, unter Zurücklassung des Bodens d vor der Retortenmündung, wie im Anfange erwähnt, hineingeschoben wird.

Durch Drehen des Handrades J in einer der in Fig. 2 angedeuteten entgegengesetzten Richtung wird die Mulde unter Zurücklassung der Kohlen aus der Retorte zurückgezogen und nimmt hierbei in Bezug auf den Boden d ihre frühere Lage ein.

Nun wird, nach Lösung des Gesperres rs, das Handrad D in entgegengesetzter Richtung, wie in Fig. 1 angedeutet, gedreht, wodurch dann auch in Bezug auf die Hebemaschine die Mulde in ihre frühere Lage gebracht wird.

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