Text-Bild-Ansicht Band 282

Bild:
<< vorherige Seite

Für den geraden Schlichtstahl Fig. 7 ändert sich bloss die Lage des Stahlhalters n von 60° auf 30°, und für den nach links abgekröpften die Lage n von 60° bezieh. 30° auf 0°, während alle übrigen Winkellagen und zwar im Vertikalkreis i, im Horizontalkreis f und in der Anstellung d im Gabellager die gleichen bleiben wie beim Stahl Fig. 6.

Textabbildung Bd. 282, S. 171
Die Zusammenstellung dieser Angaben für die verschiedenartigsten und gebräuchlichsten Schneidstähle in eine Wandtafel zur Unterstützung des die Werkzeuge schleifenden Arbeiters unterliegt alsdann nicht den geringsten Schwierigkeiten.

Doppel-Schleifmaschine.

Von der Leland, Faulconer und Norton Comp. in Detroit, Mich., wird nach American Machinist, 1891 Bd. 14 Nr. 11 * S. 1, das beifolgend abgebildete Schleifwerk gebaut (Fig. 9 und 10).

Textabbildung Bd. 282, S. 171
Auf der in zwei Lagerbüchsen geführten Spindel von 54 zu 203 mm Bohrung und Länge ist zwischen diesen die für 100 mm breiten Riemen bestimmte Stufenscheibe von 178 bezieh. 203 mm Durchmesser aufgesetzt, während in Mittelabstand von 648 mm zwei Schleifräder von 610 mm Durchmesser und 38 mm Breite fliegend angeordnet sind.

Diese Schleifräder tauchen in je eine Mulde A, welche vermöge Hebelstützen B mehr oder weniger in die Aussentröge eingesenkt werden können. Beide Tröge bilden mit dem Standfuss ein einziges Gusstück von gefälliger Form.

Ueber jedes Schleifrad wird ein Schutzhelm M angebracht, an dessen Vorderende ein gelenkiges Strahlmundstück L stellbar ist.

Textabbildung Bd. 282, S. 171
Dieses ist winkelhebelartig aus Hartguss gefertigt und schmiegt sich mit der inneren Fläche G an das Schleifrad derart an, dass es willkürlich mit der Schraube F mehr oder weniger stark an das Schleifrad zum Zwecke der Nachschärfung desselben angepresst werden kann. Wenige Minuten genügen dazu, um das Schleifrad für den ganzen Tagesgebrauch richtig zu stellen.

Weil aber die Hauptbestimmung die Wasserführung nach der Arbeitsstelle ist, so ist Vorsorge getroffen, die Strahlstärke zu regeln. Dies geschieht dadurch, dass der obere Schnabel I des Mundstückes um den Bolzen J durch die Schraube H stellbar und an zwei Schienen angelenkt ist.

Textabbildung Bd. 282, S. 171
Textabbildung Bd. 282, S. 171
Das Schleifwasser wird vom Schleifrade selbst aus dem Trog A mitgerissen, am Mundstück abgestreift und durch den Schlitz L dem Werkstück zugeleitet. Um daselbst ein Verspritzen zu vermeiden, ist ein schwingender Schutzrahmen an die Auflage angesetzt.

Fétu-Defize's Schleifmaschinen für Locomotivenbestandtheile.

Schleifwerk für Gleisenstücke (Fig. 11 und 12). Diese Schleifmaschine ist nach Art der Tischhobelmaschinen ausgeführt, nur dass an Stelle des Stahlhalterbalkens ein stellbarer Lagerschlitten für die lothrechte Schleifradspindel angebracht ist. Ein über Leitrollen laufender Winkelriemen bethätigt den Schleifring, welcher 350 mm äusseren Durchmesser besitzt.

Grobe Höheneinstellung wird dem Schleifring mittels Verstellung des Lagerschlittens durch zwei Hängespindeln ertheilt, während die feinen Einstellungen vermöge der nach Art unserer Bohrmaschinen ausgeführten Druckspindel durchführbar sind.