Text-Bild-Ansicht Band 282

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bei der Rohrstrecke a

l = l1 + 0,5 l2 sofern l1 die grössere Strecke,

bei der Rohrstrecke b

l = l1 + l2, sofern l1 grösser als l3, andernfalls tritt l3 an die Stelle von l1,

bei der Rohrstrecke c

l = l1 + l2,

bei der Rohrstrecke d

l = l1 + l3, bezieh. l = l3, bezieh. + l4.

Textabbildung Bd. 282, S. 205
Sind mit Rücksicht auf die Grösse, die Befestigungsweise, den Durchdringungsort des Querrohres etc. Zweifel vorhanden, ob dasselbe in ausreichendem Masse versteifend einwirkt, so ist es räthlich, für 1 die volle Länge einzusetzen, also von einer rechnungsmässigen Berücksichtigung der versteifenden Wirkung der Quersieder abzusehen.

Wellrohre und gerippte Rohre, letztere mit 9'' engl. Rippenentfernung sind nach

zu berechnen, worin c bis 0,3 cm zu nehmen ist.

Die Blechdicke darf nie geringer als 7 mm genommen werden.

X. Berechnung der Blechdicken ebener Flächen. Die folgenden Formeln geben Werthe, welche bewährten praktischen Ausführungen entsprechen.

Ist

s = Wandstärke in cm;
p = grosster Betriebsüberdruck in k per qcm;
e = Abstand der Stehbolzen oder Anker von ein-
ander in cm;
K = Zugfestigkeit des Materiales in k per qcm;
c = 1,47, wenn die Stehbolzen oder Anker in die
Platten eingeschraubt und vernietet sind;
c = 1,146, wenn dieselben in die Platten ein-
geschraubt und aussen mit einer Mutter ver-
sehen sind;
c = 1,085, wenn dieselben in die Platten ein-
geschraubt und innen und aussen mit Muttern
und Unterlegscheiben versehen sind, deren
Durchmesser wenigstens 0,4mal der Ent-
fernung zwischen den Stehbolzen oder Anker-
reihen gleich kommt. Die Dicke der Unter-
legscheiben muss dann mindestens ⅔ der
Plattendicke betragen und ist noch zu erhöhen,
wenn der Durchmesser der Scheiben mehr
als 1½mal den über die Ecken gemessenen
Durchmesser der Muttern beträgt.
c = 0,962, wenn die Stehbolzen oder Anker zu
beiden Seiten der Platte mit Muttern und
Unterlegscheiben versehen sind und die äussere
Unterlegscheibe mit der Platte vernietet ist,
ihre Dicke mindestens ¾ der Plattendicke
und ihr Durchmesser wenigstens 0,6mal der
Entfernung zwischen den Stehbolzen oder Anker-
reihen gleichkommt;
d = Durchmesser einer runden Platte in cm, dann ist

1. wenn die Platten an der einen Seite mit den Heizgasen, an der anderen Seite mit dem Wasser in Berührung stehen,

2. wenn die Platten an der einen Seite mit den Heizgasen, an der anderen Seite mit dem Dampfe in Berührung stehen, ohne dass die Platten durch Flammbleche geschützt sind,

3. wenn die Platten von den Heizgasen nicht berührt werden, z.B. Domböden, freiliegende Stirnplatten etc.,

4. für nicht feuerberührte, runde Platten, flach aufgenietete oder eingeschweisste Domböden etc. ist

5. für nicht feuerberührte, gekrempte Domböden ist

XI. Berechnung der Blechdicke gewölbter Böden. Wirkt der Druck im Innern der Wölbung und ist

s = Blechdicke in cm;
p = grösster Betriebsüberdruck in k per qcm
r = Halbmesser des Wölbungskreises in cm;
k = zulässige Belastung des Materials in k per
qcm; und zwar
bis zu 400 k per qcm für Schweiss- und Flusseisen,
250 Kupfer,

(Fortsetzung folgt.)

Redier's registrirende Barometer.

Mit Abbildungen.

I. Das registrirende Quecksilberbarometer. Bei diesem wird der Bleistift oder die Feder nicht durch die Quecksilbersäule selbst, sondern durch ein Uhrwerk bewegt, welches je nach dem Steigen oder Sinken des Barometers rechts oder links sich dreht und so eingerichtet werden kann, dass die Bewegung der Quecksilbersäule verdoppelt bis verzehnfacht wird. Nach dem Berichte des Génie civil, S. 651, ist das wesentliche Organ dieses in Fig. 1 in perspectivischer Ansicht dargestellten Instrumentes ein Heberbarometer BB von möglichst grossem Durchmesser der Quecksilbersäule. Der kürzere Schenkel nimmt einen Schwimmer mit einer dünnen Stange U aus leichtem Metall auf. Letztere wirkt auf einen ebenfalls äusserst leichten Winkelhebel ZY, dessen einzige Function darin besteht, mit seinem Ende Y den leichten Windflügel d eines Räderwerks bald auszulösen, bald zu hemmen. Unter dem Einflüsse eines eigenthümlichen, unten näher zu beschreibenden Mechanismus läuft dieses Räderwerk, je nach dem Steigen oder Sinken des Barometers, rechts oder links, und bewegt mittels des um eine Rolle P geschlungenen Fadens den Bleistift oder die Feder gleichfalls rechts oder links. So kommt es, dass letztere auf dem durch die Gewichtsuhr M bewegten breiten Papierbande NN den Barometerstand in einer fortlaufenden Curve graphisch darstellt. Wie man sieht, hat das Barometer selbst nur eine