Text-Bild-Ansicht Band 282

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Wird die Maschine in Betrieb gesetzt, so macht die Schlägerachse A 400 bis 500 Touren; die Schläger selbst erhalten hierbei durch die grosse Geschwindigkeit der Achse und in Folge der Centrifugalkraft der eingenähten Metallstücke eine radiale Stellung zur Achse und schlagen mit ihren beschwerten Enden auf den mit Tuch überzogenen Rahmen B.

Textabbildung Bd. 282, S. 210
Der bedienende Arbeiter lässt die zu reinigenden Teppiche u.s.w. über die Rolle r des Rahmens R langsam auf dem letzteren heruntergleiten und hält das eine Ende derselben fest in den Händen. Die Schläger wirken nun mit intensiver Kraft auf den Teppich, welcher sich durch das aufgespannte Tuch auf einer vibrirenden Unterlage befindet. Ist das eine Ende desselben gereinigt so wird er herausgezogen und das andere Ende auf gleiche Weise gereinigt. Die schwereren ausgeklopften Staub- und Schmutztheile sammeln sich in dem kastenartigen Gestelle selbst, während durch den entstehenden starken Luftzug die feineren Staubtheile durch das Abzugsrohr K abgeführt werden.

Textabbildung Bd. 282, S. 210
Der bedienende Arbeiter wird auf diese Weise durch den sehr gesundheitsschädlichen Staub nicht belästigt.

Anstatt die einzelnen Schlagriemen für sich auf die eine oder andere Weise zu beschweren, hat man auch versucht, immer die in einer Ebene liegenden Klopfwerkzeuge in Verbindung zu bringen, so dass dieselben gleichzeitig auftreffen und die einzelnen Riemen oder dergl. sich nicht wenden können. In solcher Weise arbeitende Maschinen haben sich sehr bewährt und sind z. Z. allgemein in Anwendung.

Textabbildung Bd. 282, S. 210
Charles Hinksmann in Blumsbury wendet Schlagwerkzeuge an, welche ähnlich denjenigen von Mayer, Langfelder und Hammerschlag in Wien U-förmig gebogen, jedoch aus Seilen oder dergl. angefertigt sind. Fig. 15 veranschaulicht eine derartige Vorrichtung, wie sie in der englischen Patentschrift 959 vom Jahre 1886 wiedergegeben ist, ihre Einrichtung ergibt sich aus derselben von selbst.

Textabbildung Bd. 282, S. 210
Textabbildung Bd. 282, S. 210
Georg Lamb in Netonville, Stonehaven, verwendet bei seinem durch das englische Patent 12114 vom Jahre 1884 geschützten Maschine zum Klopfen des Teppichs Streifen b aus Leder oder Gummi, die an ihren freien Enden, sofern sie in einer Ebene liegen, durch parallel zur Schlagwelle verlaufende Ketten a verbunden sind, wie Fig. 18 erkennen lässt, oder er ersetzt die Ketten durch dünne Seile, auf welche zwischen je zwei Lederstreifen, also Schlägern, Kugeln a oder dergl. aus Hartgummi aufgereiht