Text-Bild-Ansicht Band 282

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eingesetzt sind, das seinerseits durch Gummischläuche oder dergl. mit der Rohrleitung B für gepresste Luft in Verbindung gebracht ist und auf zwei an den Enden des Haspels vorgesehenen um wagrechte Bolzen drehbare Gabelhebeln liegt, mit Hilfe deren es durch einen geigneten Excenterantrieb e in eine axiale hin und her gehende Bewegung versetzt wird. Sobald die Maschine einen Antrieb empfängt, wird der Haspel den Teppich mit Hilfe der Führungsrollen durch das Gehäuse hindurchziehen und hierbei den aus den Düsen austretenden Luftstrahlen darbieten. Die Luft wird in Folge dessen den Teppich durchdringen und hierbei den Staub mit fortreissen, d.h. unter das Arbeitsstück führen, von wo aus er durch einen Windflügel f nach aussen befördert wird. Damit das Arbeitsstück nach Belieben in der einen oder anderen Richtung durch die Maschine geleitet werden kann, erfolgt der Antrieb derselben durch einen offenen und gekreuzten Riemen, deren jeweilige Lage mit Hilfe einer Riemengabel verändert werden kann. Um beim Reinigen von Teppichen, deren Breite geringer ist, als die Arbeitsbreite der Maschinen, nicht unnöthige Mengen von Luft unbenutzt weggehen zu lassen, sind die einzelnen Düsen abtheilungsweise verschliessbar eingerichtet.

Textabbildung Bd. 282, S. 214
Textabbildung Bd. 282, S. 214
Nach Angabe der genannten englischen Fachzeitschrift arbeitet die dargestellte Maschine derart zuverlässig, dass durch ein nachträgliches Klopfen Staub nicht mehr entfernt werden kann, und liefert etwa 3000 Quadrat-Yards bei einer Arbeitszeit von 10 Stunden täglich. Die Betriebsanlage erfordert einen Dampfkessel für 24 , einen Kessel für die gepresste Luft mit 16 Zoll Druck und Luftpumpen, welche bei einem Hub von 24 Zoll 80 Gänge pro Minute ausführen, um die Luft unter 60 Pfund Druck in zwei Sammelgefässe zu treiben. Die ganze Ausführungsform der Anlage ergibt sich aus den Fig. 35 und 36, welche einer in der Zeitschrift: „Les inventions nouvelles“ veröffentlichten Abhandlung: L'Hygiène des Habitations et le Battage des Tapis von A. Brun mit Erlaubniss der Verleger entnommen sind. Die gepresste Luft kommt unter einem Druck von 5 bis 10 at aus dem Behälter A und gelangt mittels einer Rohrleitung B nach dem Sammelgefäss C, woselbst sie mit antiseptischen Mitteln gesättigt wird und durch die Leitung B1 in die Düsen BAC tritt.

Das Reinigen der Kissen erfolgt bis auf den heutigen Tag fast ausschliesslich mit der Hand durch Bearbeiten derselben mit Klopfern und Abbürsten, nur für das Reinigen der Kissen von Eisenbahn- und Pferdebahn wagen ist man bemüht gewesen, mechanische Einrichtungen zu schaffen, welche diese Arbeit selbsthätig und energischer ausführen. Die bereits genannte Zeitschrift: Publication Industrielle von Armengaud ainé gibt in der gleichen Abhandlung die Beschreibung einer solchen Maschine, welcher hier mit Genehmigung des Verlegers Folgendes entnommen sein mag.

Die in den Fig. 37 bis 39 veranschaulichte Maschine ist unter Leitung von H. Brigogne in den neuen Räumen der französischen Nordbahn construirt und ausgeführt worden und findet daselbst zum Reinigen der Teppiche und Kissen Verwendung. Im Allgemeinen wird die Maschine aus einem aus Quer- und Längsschwellen zusammengesetzten Unterbau gebildet, auf dem alle Mechanismen ruhen. Das verstellbare Lager B ist dazu bestimmt, die Achse der Trommel A im Durchmesser von 0,50 m aufzunehmen, auf deren Umfang die Klopfer A1 befestigt sind, welche aus zwölf Lederstreifen, die paarweise in Verbindung stehen, gebildet werden. Die Höhe des Lagers B wird durch zwei Schrauben a und Flügelmuttern b bestimmt. Ihren Antrieb empfängt die Trommel A, welche etwa 300 Umdrehungen pro Minute macht, durch die Riemenscheiben CC1, aufweichen der Riemen vermittelst der Gabel c verschoben wird. Auf dem anderen Ende der Trommelachse sitzt eine Scheibe D, von welcher aus die Doppelscheibe D1 in Bewegung gesetzt wird, über deren Achse a die endlosen Transportbänder d1 laufen, welche den Zweck haben, den gereinigten Teppich nach seiner Ausgangsstelle zurückzubringen. Durch einen gekreuzten Riemen e wird weiter von Scheibe D aus die Zwischen welle E angetrieben, mit der die weiteren Arbeitsorgane der Maschine in Verbindung stehen und ihren Antrieb erhalten, sobald die Kuppelung E1C1 eingerückt ist.

Der Riemen ff1 treibt die Welle d und der Riemen F die Welle F1 deren beide Zahntriebe g die Cylinderbürsten G in Umdrehung versetzen. Vermittelst des Kegelradgetriebes g1 endlich wird unter Vermittelung einer mit Schnecke ausgestatteten Vorlagewelle das Schneckenrad G1 angetrieben, welches die endlosen Transportketten HH1 zu einem Umlauf veranlasst. Die letzteren sind aus einzelnen Holzgliedern zusammengesetzt, die auf ihrer